Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., L 9646,m
Hug, Johann L.
Gutachten über das Leben Jesu, kritisch bearbeitet von Dr. David Friedrich Strauß (2. Band)
1844
Seite: 73
(PDF, 56 MB)
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meiſter, vorhanden, der das Gaſtmahl leitete, und die Diener⸗
ſchaft befehligte, damit die Gäſte gehörig bedient werden. Die⸗
ſer war es, der als pregustator dafür ſorgte, daß beim Ueber⸗
guß des Weines aus der Amphora oder dem Cadus in die
Becher, crateras, das richtige Verhältniß des Waſſers in der
Beimiſchung eingehalten werde. Dem gemäß wurde ihm auch
der ſo eben aus Waſſer gewordene Wein zur Prüfung über⸗
geben. Wie wir in das Innere dieſes Haushaltes hinein⸗
ſehen, gewahren wir in ihm keine Hinneigung zum Gemeinen
und Niedrigen, und nichts was uns einen Grund böte,
Ueberſchreitungen der Ordnung und Rohheiten zu vermuthen.
Wir verſchieben die Rückſichtnahme auf einen andern Ein⸗
wurf, und erwähnen hier nur einsweilen ſeines Inhaltes,
weil er in dieſer Abfolge bei unſerm Schriftſteller aufgeführt
iſt: Er lautet alſo: die Waſſerverwandlung ſei, ſo zu ſagen,
ein Luxuswunder ohne hinreichenden Zweck. G
Es iſt der dritte Einwurf, den wir hier anführen: „Auch
das unverhältnißmäßige Quantum Weins, welches Jeſus den
Gäſten gewährt, muß in Erſtaunen ſetzen; 6 Krüge, jeder
2 bis 3 Metretas faſſend, gäben, wenn der dem hebräiſchen
Bath entſprechende attiſche ντς zu 1 ½ römiſchen am-
phoris oder 21 würtembergiſchen Maaßen, verſtanden iſt,
252 — 378 Maaß. Welches Quantum für eine Geſellſchaft,
die bereits ziemlich getrunken hatte!“ Es kömmt hier auf die
Frage an, ob die Worte: es ſtanden dort ſechs ſteinerne
Waſſerkrüge, enthaltend zwei oder drei Metreten, αωοονοααι
ovæ ueντνaρς ’ο 1οεαος, ſo zu verſtehen ſeien, daß jeder

Jani Gruteri corp. inscript. cum notatione Graevii.
p. DLXXVIII. 1.
M. VLPIO. AVG. LIB.
PHADIMO. DIVI. TRAIANI AVG.
A POTIONE ITEM A LAGVNA ET
TRICLINIARCIH.
Vergl. p. DLXXIX. n. 7. et Muratori nov. Thasaur. inseript.
p. CMXXIV.


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