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Dem Berichte der drei Evangelien ſetzet Herr Str. das
Stillſchweigen des vierten entgegen, und fährt dann fort:
Der abgenuzte Grund, Johannes habe die Begebenheit als
durch ſeine Vorgänger bekannt vorausſetzen können — — —
iſt deswegen unbrauchbar, weil von den Syyoptikern dies—
mal keiner Augenzeuge geweſen war wie Johannes, der die
Scene mitverlebt hatte, und nun Manches zu berichtigen und
zu erläutern ſein mußte.“ S. 281. 282. Was wahr iſt,
wird nicht abgenuzt: mehr als einmal hat Johannes Begeg⸗
niſſe, deren Zeuge er geweſen, wir nennen die Beängſtigung
zu Gethſemane, die Geſchichte des Nachtmahles, das Verhör
bei Kaiaphas, welche von den andern ſchon behandelt waren,
unberührt gelaſſen. Von dem Auftritt zu Gethſemane, und
von jenen im Hauſe des Kaiaphas war weder Matthäus
Augenzeuge noch Markus oder Lukas. Man wolle ſich wei⸗
ter der Theilung des hiſtoriſchen Gebietes erinnern, die wir
oben in unſerm §. 41. beſprochen und beleuchtet haben. Die
galiläiſchen Geſchichten, welche den Hauptinhalt der drei er⸗
ſten Evangelien ausmachten, ließ er, obwohl Zuſchauer und
Mittheilnehmer, beinahe gänzlich an ſich vorübergehen, und
warf ſich auf die Ereignungen, deren Schauplatz Judäa ge⸗
weſen iſt. Man urtheile nun, ob nicht das Gegentheil ein
abgenuzter Kunſtgriff ſei, wo die ſogenannte Kritik den Be—
richten der drei erſten Evangelien nicht durch eine üble Nach—
rede beikommen kann, ſtets und immer das Stillſchweigen des
Johannes zu wiederholen, damit man nicht ungezankt ab⸗
Einen ausführlichen Einwurf S. 284—286 legen wir
einſtweilen zurück, bis wir die Veranlaſſung der Verklärung
aus den Forderungen jener Zeit verdeutlicht haben werden;
denn Sachen des Alterthums, was man bei ſolchen For—
ſchungen nie genug ſagen kann, muß man in ihrer Zeit den⸗—
ken, um ſie zu verſtehen.
Es hatte ſich damals, ausgegangen von den Gelehrten,
Matth. XVII, 10. Mark. IX, 11. die Meinung im Volke
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