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ſtehet, den Hergang natürlich zu machen, wäre es eine Thor⸗
heit, uns ins Uebernatürliche hinein zu räumen; die Worte
ſagen nur: als ſie ihn erkannt hatten, entfernte er ſich aus
ihren Augen.
Es fragt ſich noch, in welcher Aeußerlichkeit der Erlöſer
ſich der Magdalenerin im Garten gezeigt habe? Der Herr
Verfaſſer behauptet, er ſei ihr ν εεο αοισ erſchienen,
wie den Männern auf dem Wege nach Emmaus, Mark.
XVI. 12, d. i. in übernatürlicher Bildung. Deßwegen habe
die Magdalenerin ihn nicht erkannt, was nicht hätte ge⸗
ſchehen können, wenn er in der Geſtalt, in der er unter den
Seinigen lebte, ſich ihr dargeſtellt hätte. Herr Strauß fühlte
zwar, daß eine unwillkommene Antwort ſeiner warte, und
läugnete, was er nicht zugeben kann, ohne ſich ſelbſt zu ver⸗
läugnen. „Eine Entſtellung Jeſu durch die Qualen der
Kreuzigung, und ein allmähliges Heilen ſeiner Wunden an⸗
unehmen, ſind wir durch die evangeliſchen Nachrichten nicht
berechtigt.“ S. 671. Aber Herr Doctor: möchte es ſeyn,
was jedoch nicht iſt, ſo ſind wir durch die Vernunft dazu
berechtigt! Hingegen haben fe gut daran gethan S. 666,
den Theologen kurz abzufertigen, welcher die Unkenntlichkeit
Jeſu durch die Vermuthung zu rechtfertigen hoffte, er möchte
beim Gärtner die Kleider entlehnt haben, woher ihn die
Magdalenerin anfan g6 fir den Gärtner hielt. Ich darf
in hei eler Lel Renheit wehl exlauben, auf einen Aufſat
die Menſchen nackt gakrenzigt wurben? ſorgſame
ausführliche Erörterung gewidmet habe. An Aeppten u und
Syrien trugen Männer und Frauen ειαεοατα, feminalia,
campestria, lumbaria oder subligacula, Tücher, die ſie um
goreg, exònuοα .. .. btοονεισαι o*νοοom xα mrokdrre
νοτ, νον ꝙαaνοαετοας, ͤ kaxgayr reuokevoc
zαι α%ο ος, zα αααιι *αα αααμ..
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