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terkreuz 1. Klasse des Friedrichsordens sowie
das Ritterkreuz der Württ. Krone.
Kräutle war mit der Tochter Anna des Rechtsanwalts
, Reichs- und Landtagsabgeordneten
Karl Probst verheiratet. Der Ehe entsprangen
drei Söhne und eine Tochter. 1908 trat er in
den wohlverdienten Ruhestand. Am 17. Mai
1912 verstarb er im Alter von fast 79 Jahren
in Stuttgart.
Ein Verzeichnis von zeichnerischen und
druckgraphischen Arbeiten Karl August
Kräutles umfaßt insgesamt 72 Nummern. Die
darin aufgeführten Blätter und Kupferplatten
befinden sich zum Teil in Nachlaßbesitz, weitere
Exemplare dürften, soweit sie nicht im
Laufe der Zeit verlorengegangen sind, in Archiven
und Privatsammlungen schlummern.
Von den 15 bei Thieme-Becker aufgeführten
Werken befinden sich heute neben zwei weiteren
noch vier im Besitz der Staatsgalerie -
Graphische Sammlung, Stuttgart. Doch gerade
diese sechs Blätter geben ein beredtes
Zeugnis vom hervorragenden Können des
Meisters. Daß es sich dabei ausschließlich um
Reproduktionsstiche handelt, will nicht heißen
, daß sich Kräutle nur mit dieser Gattung
befaßte. Das Werkverzeichnis kennt unter 72
Arbeiten allerdings nur sieben Handzeichnungen
, Porträts aus dem Familienkreis. Die im
Künstlerlexikon aufgeführten Werke zusammen
mit denen der Stuttgarter Sammlung sowie
dem genannten Werkverzeichnis aber
nennen vor allem Gemälde aus der Gotik, der
Renaissance und des 19. Jahrhunderts und
stellen aus jeder dieser Epochen eine kleine
Kunstsammlung für sich dar. Der Betrachtung
der Stuttgarter Bilder müssen ein paar Worte
vorausgeschickt werden.
Um Werke der Malerei nicht nur an ihrem
Standort, sondern auch weitentfernten Interessenten
bekanntmachen zu können, bediente
man sich früher der druckgraphischen
Reproduktion, die im 17. Jh. von Rubens gefördert
wurde und im Frankreich des 18. Jh.
erneut an Bedeutung gewann. Im 19. Jh. entstand
eine wahre Flut von Stichen, Radierun-
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(Graph. Sammlung Staatsgalerie Stuttgart)
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