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ter Agatha das Kindesalter. Sie heiratete 1855
den Apotheker Leopold Knieß aus Ellwangen
(1826-1875), der kurz vor seinem Tode die
sog. „Knießsche Villa" (Auf dem Heideckle 2)
erbaute.
1.15: Auch das nächste Haus, das Marienheim
der kath. Pfarrgemeinde Schramberg,
hat wie der „Bären" eine Steinplastik an der
Hauswand. Sie stellt den hl. Vinzenz v. Paul
(Abb.) dar, den Patron der „Vinzentinerin-
nen", die über 60 Jahre als Gemeindeschwestern
Dienst in Schramberg taten. Das Marienheim
wurde im Jahre 1906 unter Stadtpfarrer
Michael Bauer für die Schwestern, die
zunächst im „Vereinshaus" untergebracht waren
, als endgültige Bleibe erstellt. Es verdrängte
damals das Haus Nr. 114. Der Planfertiger
war übrigens Otto Bacher, Maurermeister
in Schramberg.
1.16: Bei der Rückkehr zur Hauptstraße entdecken
wir neben dem früheren Haupteingang
der Buchhandlung Klaußner eine Tafel
Abb. 1.15: Steinplastik am Marienheim
Abb. 1.17: Steinplastik an der Kreissparkasse
zur Erinnerung an die große Unwetterkatastrophe
vom 21. Mai 1959 mit einer Hochwassermarke
. Die seit 1986 laufenden Bauarbeiten
an der Schiltach und in der unteren
Hauptstraße sind letztlich Folgemaßnahmen
aus diesem Unwetter, denn mit der Tieferlegung
der Schiltach sollen in Zukunft solche
Katastrophen vermieden werden.
1.17: Drei Häuser weiter, an dem zuerst erbauten
Teil der Kreissparkasse, der im Jahre
1935 an Stelle des Gasthauses zum Ochsen,
dem späteren „Alten Rathaus", erstellt wurde,
befindet sich an dessen Nordfront im zweiten
Stock eine dem damaligen Zeitgeist entsprechende
Männergestalt (Abb.). Unter ihr war
der ursprüngliche Eingang zur Sparkasse, bis
im Jahre 1961 die Wirtschaft „Zum alten Rathaus
" - eine Fasnacht lang als „Rostiger Anker
" bekannt - dem zweiten Neubau der
Sparkasse mit dem heutigen Eingang weichen
mußte. Der erste Entwurf im Jahre 1935
wurde von Architekt Karl Berger gefertigt
und hatte schon in der Planung diese Figur
vorgesehen.
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