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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/kraez_13/0065
Abb. 1: Der ehemalige Specksepplehof, aufgenommen 1937

Foto: Landesbildstelle Württemberg

Dachstockwerke. Die Dachlasten aus den liefen
wurden über Pfetten in die liegenden
Stuhlständer und von dort über die Außenwände
abgetragen. Liegend bedeutet, daß die
Ständer schräggestellt waren, um die Kräfte
auf die Außenwände bringen zu können. In
der unteren Dachebene erfolgte die Aussteifung
des liegenden Stuhles mittels verzapfter
Kopfstreben. Die Längsaussteifung in beiden
Dachebenen übernahmen lange Auskreuzungshölzer
und Zwischenriegel direkt unter
der Dachfläche. Beide Giebelwände schlössen
mit einem Halbwalm ab. Entlang der hinteren
Traufseite reichte die Dachfläche bis
zum Erdgeschoß herab. Ein weiter Dachvorsprung
schützte die Holzkonstruktion vor
Wind und Wetter. Gedeckt war das Dach mit
Stroh.

Die Grundfläche des Specksepplehofes war
durch sechs innere Querachsen in sieben sogenannte
Zonen aufgeteilt (Abb. 3). In der
vordersten und zugleich breitesten Zone fanden
im Erdgeschoß zwei Stuben und dazwischen
die hohe Küche ihren Platz, die über
beide Geschosse reichte und schon seit der
Bauzeit mit einem gemauerten Gewölbe und

einem darauf aufgesetzten Kamin ausgestattet
war. Über den Stuben lag jeweils eine Kammer
. In der nächsten, recht schmalen Zone
war in beiden Geschossen der Hausgang untergebracht
. Daran schlössen sich im Erdge-
schoß drei Kammern an, im Obergeschoß befanden
sich hier wenigstens eine, möglicherweise
aber auch wiederum drei Kammern.
Die nächsten drei Zonen nahm im Erdgeschoß
der Stall mit einem mittigen Futtergang
ein, dahinter folgte dann noch ein Schopf. Im
Obergeschoß waren eine, möglicherweise
aber auch zwei Kammern über einen Laubengang
zugänglich. Die übrige Fläche des Obergeschosses
und der größte Teil des Dachraumes
diente als Heustock. Die nachgewiesenermaßen
aus der Bauzeit stammende Tenne
im Dachraum war über eine Hocheinfahrt
zugänglich. Da das Hofgebäude auf ebenem
Gelände errichtet worden war, mußte dafür
eine steile Rampe aufgeschüttet werden. Vor
dem vorderen Giebel lag vermutlich eine offene
Veranda.

In einem einzelstehenden Speichergebäude
wurden früher das Korn und andere Vorräte
aufbewahrt. Starke Bohlen sind mit verzink-

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