Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/kraez_13/0066
ten Ecken zu einem geschlossenen Kasten zusammengefügt
und mit einer Tür und kleinen
Lüftungslöchern versehen. Ein aufgesetzter
Dachstuhl trägt ein ursprünglich mit Stroh
gedecktes Vollwalmdach. Gut einsehbar, fest
verschlossen, geschützt vor Ratten und Mäusen
, war der Speicher in brandsicherer Entfernung
zum Hofgebäude aufgestellt worden
und entging deshalb auch 1989 den Flammen
.

Die fast ausschließliche Verwendung des Baumaterials
Holz und die Ständerbauweise mit
eingeschobenen Wandfüllungen sind typisch
für den mittleren und südlichen Schwarzwald
. Bezeichnend für das „Gutacher Haus",
wie es Hermann Schilli beschreibt, ist in konstruktiver
Hinsicht das Hausgerüst mit Ständern
, die über zwei Geschosse durchlaufen.
Auch das tief heruntergezogene Dach auf der

hintenliegenden Traufseite ist oft zu beobachten
. Die wichtigsten Erkennungsmerkmale
sind jedoch der Hauseingang, die Hauptwohnräume
und der Stall im Erdgeschoß, außerdem
die Anzahl von zwei Stuben, deren
Anordnung mit der Küche dazwischen sowie
die Lage des querliegenden Stalles hinter den
Wohnräumen und die von einem Laubengang
erschlossenen Kammern darüber. Hocheinfahrt
und Halbwalme dürfen nicht fehlen.

Beschenhof

Auf dem Sulgen ist nur noch ein weiteres
Bauernhaus zu finden, das einem Großteil
dieser Merkmale entspricht. Es ist dies der
Beschenhof, der mit der Hausnummer 2 in
dem nach ihm benannten Weiler steht. Er
wurde 1991 mit dem Ziel untersucht, die ursprüngliche
Konstruktionsweise, Raumanord-

Firstpfette

liegender *
Stuhlständer

Kehlbalken

Mittefpfäfe

fy j-,.....^...........?.,»..,.,.......„......„................ tj >y*

Sponnrießel '-'■''•f.. >i; N

Kopfitrebe *

en

liegender
Ötuhhtander

2 ! j Unterzug

■ !"""!-■

L...i i

Vochbalken

r

..................

Fußpfette

Nut Kopfband
Gejcho/Viege

M

Stander -

Laubencjang

^- Eingang

Abb. 2: Speck sepplehof, Querschnitt durch die Konstruktion, geschnitten durch den Hausgang, zusammengestellt
aus den verbliebenen Trümmern nach dem Brand.
Gestrichelt: verdeckt, gepunktet: ergänzt

64


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/kraez_13/0066