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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/kraez_13/0067
nunj* und Nutzungsverteilung herauszufinden
(Abb. 4).

Zum Bau des Beschenhofes wurde ebenfalls
überwiegend Holz verwendet. Der dendro-
chronologischen Untersuchung zufolge
wurde das Gebäude im Jahre 1614 aufgerichtet
und ist somit bedeutend älter als der
Specksepplehof. Auch beim Beschenhof wurden
für das Hausgerüst Ständer abgezimmert,
die über zwei Geschosse durchlaufen (Abb.

5) . Auch die meisten übrigen konstruktiven
Lösungen sind entsprechend. Im konstruktiven
Aufbau des Dachstuhls sind im Vergleich
zum Specksepplehof einige entwicklungsgeschichtlich
ältere Elemente zu finden. Unter
anderem erfolgt hier die Aussteifung der jeweiligen
Dachbinder durch lange, verblattete
Kopfbänder im Gegensatz zu den konstruktiv
günstigeren, verzapften Kopfstreben des
Specksepplehofes. Ständer über den Kehlbalken
tragen die Firstpfette. Zu deren Aussteifung
sind Kopf- und Fußbänder wie auch ein
angeblattetes Querholz angebracht. Entlang
der hinteren Traufseite reicht die Dachfläche
bis zum Erdgeschoß herab. Der vordere Giebel
hatte einen Halbwalm mit einer vorgelagerten
, offenen Veranda oder einer vorgeschobenen
Giebelwand. Nach hinten schloß
ein Vollwalm den Dachraum ab. Zur Dachdeckung
wurde schon beim Bau Stroh verwendet
.

Die Grundfläche des Hofgebäudes war ursprünglich
in sieben Zonen aufgeteilt (Abb.

6) . Wie beim Specksepplehof wird die vorderste
und zugleich breiteste Zone von zwei
Stuben und einer ursprünglich über beide
Geschosse reichenden Küche in der Mitte
eingenommen. Über den Stuben befand sich
jeweils eine Kammer. Die Küche hatte anfangs
sicherlich nur ein Rauchgewölbe aus
mit Lehm bestrichenem Flechtwerk, in dem
sich der Rauch abkühlen konnte und dann
seinen Weg selbst suchen mußte. Das ältere,
stark rußgeschwärzte Dachgebälk zeugt noch
davon. Die nächste Zone ist sehr schmal und
bildet in beiden Geschossen den Hausgang.
Alle weiteren Zonen sind nahezu gleich breit.
In der an den Hausgang anschließenden
Zone lagen im Obergeschoß zwei Kammern.
Daran schloß eine Tenne an, die über beide
Geschosse reichte und ein großes Tor an der

vorderen Traufseite besaß. In den folgenden
zwei oder drei Zonen lag im Obergeschoß jeweils
eine Kammer an der vorderen Traufseite
, erschlossen über einen Laubengang.
Dieser durchlaufende Laubengang kam offenbar
aber in Konflikt mit dem hohen Tennentor
, doch Beispielen aus dem Hochschwarzwald
zufolge konnten möglicherweise einfach
die Schwelle und das Bodenbrett in diesem
Bereich herausgenommen werden. Der
recht spärlich erhaltenen oder nicht einsehbaren
Bausubstanz wegen müssen für die ursprüngliche
Aufteilung des Erdgeschosses

Abb. 3: Specksepplehof, ursprüngliche Nutzungsordnung
im Erdgeschoß, im Obergeschoß und im
Schnitt (von unten nach oben), die Wohnräume
sind dunkel hervorgehoben.

Lang gestrichelt: Dachschräge, gepunktet: unsichere
Rekonstruktion

Heulager

Tenne

———

Kammer

Stube

Keller

Gang

Gang

Kammer

Kammer

Kammer

Stall

Futterg.

Heulager

Stall ISchopf

Kammer

Kamingewölbe

A

Gang

Kammer - -Kammer

i

Kammer i

9

Kammer!
^

Heulager

Kammer

Kammer j

Stube (?) • ■ • -Kammer

Küche "Kammer

A

Gang

Stube " ' " -Kammer

Stall

Futtergang
Stall

Schopf

■H4

2 1 0

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65


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