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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/kraez_13/0070
konnte. Neben der Tenne lag wohl noch ein
Schopf, darüber und im Dachraum der Heustock
.

Im rückwärtigen Bereich des Gebäudes läßt
sich der ursprüngliche Aufbau nur noch
schlecht nachvollziehen, denn 1766 wurde
dort eine höherliegende Tenne eingebaut.
Diese Jahreszahl ist im Sturzbalken des Tores
zu sehen und konnte dendrochronologisch
bestätigt werden. Diese Tenne liegt auf Höhe
des Oberstocks, ragt in den Dachraum und
hat ein Tor an der vorderen Traufseite. Die
alte, ebenerdige Tenne wurde überflüssig
und umgenutzt.

Im Dach steht ein riesiger Kasten. Um den
Deckel zu öffnen und hineinschauen zu können
, muß man wenigstens auf einen Stuhl
steigen. Er diente zur Aufbewahrung des
Korns, ähnlich wie die freistehenden Speichergebäude
von Specksepplehof und Be-
schenhof.

Weitere ältere Häuser auf dem Sulgen

Schaut man sich mit geübtem Auge auf dem
Sulgen um, entdeckt man schnell das eine
oder andere ältere Haus. Bei den meisten liegen
die Hauptwohnräume im Obergeschoß.
Einige davon konnten auch im Innern in Augenschein
genommen werden.
Dem Haus Seckinger am ähnlichsten und
auch in ziemlich gleichem Alter ist das Haus
der Familie Pfundstein auf dem Lienberg. Die
Aufteilung der Wohnräume im Obergeschoß
unterscheidet sich nur unwesentlich. In der
ersten Zone liegen Stube, Küche und eine
kleine Kammer, daneben der Hausgang und
in der dritten Zone drei Kammern.
Das Gebäude der Familie Kern, Heuwies 19,
ist etwas jünger. Die Wohnräume im Obergeschoß
sind wiederum auf drei Zonen verteilt,
nun aber mit zwei kleinen Stuben in den Ek-
ken und einer Küche dazwischen. Der Stall
scheint ursprünglich dahinter auf derselben
Geschoßebene gelegen zu haben, denn unter
den Wohnräumen ist ein großer Keller angelegt
, der in den Hang läuft. Die Tenne mit
Hocheinfahrt im Dach gehört zum Originalbestand
.

Noch jünger ist das Gasthaus Linde am Kirchplatz
. Die Gasträume im Obergeschoß ersetzen
die früheren Wohnräume.

Das Haus der Familie Lamprecht auf der Heuwies
stammt vermutlich aus dem späten 18.
oder dem frühen 19. Jahrhundert. Hier liegen
die Wohnräume im Obergeschoß über dem
Stall. Die Tenne liegt mit einer Hocheinfahrt
im Dach.

Viele Beispiele könnte man noch hinzufügen.
Alles in allem scheint das Haus Seckinger in
seiner ursprünglichen Form mit nur zwei
Kammern zu den kleinsten gehört zu haben.

Überlegungen beim früheren Hausbau

Die unter den älteren Beispielen übliche Art
der Abzimmerung fast ausschließlich mit

Abb. 6: Beschenhof, ursprüngliche Nutzungsordnung
im Erdgeschoß, im Obergeschoß und im
Schnitt (von unten nach oben), die Wohnräume
sind dunkel hervorgehoben.

Lang gestrichelt: Dachschräge, gepunktet: unsichere
Rekonstruktion, kurz gestrichelt: späterer
Umbau für eine Tenne im Dachraum (in Klammern
eingetragen)

\■ /

\ J l/enne)







Heulager

11
J



Kammer

Kammer

Tenne

Kammer

Gang

Kammer

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1 Schopf

Schopf

Stall

Stall

Gang

[ Stube



Heulager

Kammer?
i

-

Kammer
I

Kammer

Tenne

Kammer- •

■ ■ Kammer

Gang

Rauchgewölbe

Kammer4 • -k Kammer

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entweder:
oder:









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Stube

Schopf
Stall

Schopf

Futtergang
-4—

Stall
Stall

Tenne
Tenne

Stall
Kammern

Gang

Küche

—4—

H-

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A

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Stube

A

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2 1 0

10 m

68


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