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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/kraez_28/0071
liches Utensil beim damaligen Zustand der
rumänischen Straßen.

Begleitet wurde er in der Regel von einem
Angestellten, der die große und schwere Ausrüstung
betreute. Die damals gerne benutzte
„Reisekamera" war aus Holz und wurde mit
Platten oder Planfilmen 18/24 oder 13/18
bestückt. Die Bildeinstellungen (Ausschnitt und
Schärfe) wurden auf der großen Mattscheibe
unter einem schwarzen Tuch vorgenommen.
Da die Platten noch nicht allzu lichtstark
waren, konnten Belichtungszeiten bis zu einer
Stunde erforderlich sein. Zusätzliches Licht
wurde über Scheinwerfer mit Nitraphotbirnen
beschafft. Der Fotograf musste nicht nur einen
Belichtungsmesser befragen, sondern auch
über reichlich Erfahrung verfügen. Je nach
Bedarf und Möglichkeit wurden Proben gleich
vor Ort entwickelt. Können und Improvisationstalent
waren gefordert.

Kriegswirren

Mit dem Einmarsch deutscher Truppen am
12. März 1938 annektierte Hitler eineinhalb
Jahre vor Beginn des Zweiten Weltkrieges die
Republik Österreich. In der Sprache der Nationalsozialisten
handelte es sich um einen
„Anschluss", die Österreicher sollten „heim ins
Reich" geholt werden. Alle Österreicher, auch
diejenigen, die außerhalb des österreichischen
Staatsgebietes lebten, somit auch die ganze
Familie Weiss, erhielten die deutsche Staatsbürgerschaft
. Sie lebte auch nach Ausbruch des
Zweiten Weltkrieges bis zum Putsch gegen den
Militärdiktator Antonescu Ende August 1944
weiterhin in Rumänien.3
Nach diesem Putsch waren die Deutschen
nicht mehr willkommen. Die Russen hatten die
deutsch-rumänische Front an der Moldau
bereits durchbrochen. Wilhelm Weiss, der sich
zu der Zeit mit den Kindern in Busteni4 im
Sommerurlaub befand, verließ in aller Eile mit

Foto-Faist, Geschäft in der Berneckstr. in Schramberg, nach 1945, bereits unter Leitung von Wilhelm
Weiss (1947 oder 1948)

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