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Teil eines im Bachgrund verbauten Stammes, der vermutlich vom Grundablass des „Großen Weihers" stammt. Der
Stamm ragt auf beiden Seiten in die Bachböschungen des Weiherbachs hinein. In der Bachmitte (im Bild rechts) ist er
abgefault. Das Holz liegt nur bei langer Trockenheit so frei wie im Bild, meist ist es weiter im oder auch ganz unter Wasser.
Foto: Jürgen Hils
des Weihers stammen könnten. Eine dendrochro-
nologische Untersuchung könnte hier vielleicht
eine exakte Datierung der Bauzeit des Dammes
liefern.
Der Aichhaider See/Rötenberger Weiher
Der Weg vom Aichhaider Sportplatz nach Rötenberg
/Silberburg führt im Wald über den Damm
des ehemaligen Aichhaider Sees/Rötenberger Weihers
. Hier wurde die kurz davor entspringende
Eschach aufgestaut. Der Damm ist fast 200 Meter
lang und mehr als 6 Meter hoch. Die Eschach
fließt in einem Rohrdurchlass durch den Damm
(siehe Abbildung S. 62).
Wann der Weiher angelegt wurde, ist nicht bekannt
. Er wurde jedoch 1453, als sich die Herrschaft
Falkenstein in Auflösung befand und noch
bevor Hans von Rechberg auch Aichhalden zu
seiner neu gebildeten Herrschaft Schramberg erwerben
konnte, von Eis (der Witwe des Eigelwart
von Falkenstein) und Brun von Kürneck an das
Kloster Alpirsbach verpfändet.6
Lage auf der Gemarkungsgrenze
Problematisch war seine Lage. Die Eschach bildet
heute die Gemarkungsgrenze zwischen Aichhalden
und Rötenberg. Sie war früher Territorialgrenze
zwischen der Herrschaft Falkenstein bzw.
Schramberg und dem Gebiet des Klosters Alpirsbach
bzw. dem Herzogtum Württemberg. Die
Grundfläche des Weihers erstreckte sich auf beide
Seiten des Baches und damit ursprünglich auch
auf beide Herrschaftsgebiete. Das Fischrecht hatte
aber wohl das Kloster Alpirsbach inne.
Der Weiher lag mehrfach trocken und wurde spätestens
1722 in Wiesen und Äcker umgewandelt.7
6 Hans Harter: Adel auf Falkenstein und Schilteck; in:
Schramberg. Adelsherrschaft - Marktflecken - Industriestadt
; Schramberg 2004, S. 69
7 Karl-Martin Hummel: Aus 1750 Jahren Rötenberger Ge-
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