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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/kraez_39/0013
Postkarte von 1872 mit einem Teil des Junghans-
Firmengeländes, auf dem der Überlauf aus dem Turbinenkasten
zu sehen ist und oben ein ohne Buchstabe
gebliebenes Firmengebäude.

Foto: Sammlung Niko Junghans

angeschwemmt oder fiel in den offenen Kanal.
Dieser musste daher laufend gereinigt werden,
damit das Wasser ungehindert zur Turbine fließen
konnte und nichts verstopfte.

Schwierig war sicher auch der Winter. Fließendes
Wasser gefriert zwar nicht, aber alles darum herum
. Es fällt schwer sich vorzustellen, wie die
Anlage am Montagmorgen im Dunkeln bei minus
10 Grad in Betrieb genommen wurde. Waren Mitarbeiter
mit Fackeln ausgerüstet und zum Arbeitsbeginn
damit beschäftigt, das Rohr vorzuwärmen
, damit das Wasser dort nicht einfror und
die Durchflussmenge reduzierte? Oder wurde
zu Beginn heißes Wasser aus einem Kessel beigemischt
, um das Rohr frei zu halten? War der
Ablaufkanal von Schnee und Eis zu befreien? Sicher
alles sehr mühsam, aber wirtschaftlicher als
eine Dampfmaschine, welche Brennmaterial verbrauchte
.

Weitere Gebäude zur Uhrenfabrikation

Wie schnell der Bedarf der jungen Uhrenfabrik
an Raum wuchs, zeigt sich an der Bautätigkeit,
(s.auch Zeittafel S. 7).

Bau A, später Bau 11: Bau A war das erste Gebäude
nach der Ölmühle. Es wurde nord-östlich
der Ölmühle errichtet und war das vorderste Gebäude
auf dem Weg zur Fabrik von Schramberg
aus.14 In Plänen wird es als Magazin bezeichnet
- ein Begriff, welcher u.a. etwa für Verkaufslager
steht. Für das Gebäude liegen keine Pläne vor, es
konnte aber aus anderen Plänen und Fotos äußerlich
rekonstruiert werden.

Bau B, später (vermutlich) Bau 27: Gebäude
B wurde zunächst eingeschossig gebaut, dann um
eine Etage aufgestockt und anschließend nach
Westen angebaut, schließlich ergänzt durch einen
eingeschossigen Anbau südlich.15 Im Laufe der
Zeit kamen weitere Anbauten hinzu. Pläne liegen
für den Bau selbst, die Aufstockung und den Anbau
westlich vor. Als Nutzung wurde neben „Fabrikgebäude
" auch „Mechanik" angegeben. Nicht
klar ist, ob das Gebäude bereits vor Vergabe der
Nummern abgebrochen wurde.

Bau C, später Bau 24: wurde als Beize bezeichnet
, später auch als Härterei. Es war zu jener Zeit
ein sehr kleines Gebäude mit einem hohen
Schornstein. Am unteren Bildrand des Fotos oben
ist rechts der First des Daches und der Schornstein
zu sehen, im Papiermodell S. 5 ganz links. Ein Plan
ist vorhanden. Bau C wurde später mehrmals an-
und umgebaut und nach 2008 abgebrochen.

Häuschen über dem Turbinenkasten: Ihm

wurde kein Buchstabe vergeben. Es wurde schon
recht früh überflüssig, als der offene Kanal durch
eine Röhre ersetzt wurde. In einem Plan für einen
Umbau von 1882 ist der offene Kanal und der
Turbinenkasten bereits durch eine Röhre ersetzt.

Für die Buchstaben D und E sind vor Gebäude F
keine Bauten bekannt. Eventuell wurden die Buch-

14 auf dem Papiermodell S. 5 das kleine Gebäude rechts

15 im Papiermodell S. 5 gerade im Bau; s. auch Foto S. 11

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