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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/kraez_39/0053
Meist saßen die beiden nach Feierabend noch
stundenlang in Bischofs Meisterbude zusammen,
besprachen neue Modelle, deren Holzarten, Profile
und sonstigen anzustrebenden Besonderheiten
. Fertigung und Technik dagegen waren für
ihn kein Thema. Die hatten einfach zu funktionieren
.

Ablösung 1959 ein schwerer Schlag

Seine urplötzliche Ablösung als Geschäftsführer
im Jahre 1959 muss für ihn ein nur schwer zu
verarbeitender Schlag gewesen sein.5 Vermutlich
hat er sich davon nie mehr richtig erholt. Er sah
sich (und war dies auch in den Augen der meisten
Mitarbeiter) als Inbegriff von kaufmännischer
Korrektheit und konnte seine Ablösung wohl nur
als Intrige verstehen. Ich habe ihn hinterher nur
noch selten zu sehen bekommen.

5 Die Gesellschafterversammlung der Möbelwerke berief anstelle
von Fritz Moser Gustav Karl Weis zum neuen Geschäftsführer
; s. Teil 1 in der Kräz Nr. 38 (2018), S. 32

Erwin Moser, der Unkomplizierte

Erwin Moser hatte sich während des Krieges
irgendwo mit einer sehr schlimmen Sepsis eine
lebensgefährdende Blutvergiftung eingefangen
und lag lange Zeit zwischen Leben und Tod in
der Freiburger Uniklinik. Als ich ihn kennenlernte
, konnte er sich schwer gezeichnet nur
mit Hilfe eines Stocks bewegen. Für einen 40-
jährigen Unternehmer eine erkennbar ungute
Situation.

Öfters hatte ich den Eindruck, dass diese Krankheit
auch seine ganze Persönlichkeit umgekrempelt
haben musste. Nur so konnte ich manche, mir
auffallende Unzulänglichkeit erklären. Sicherlich
war er anders als sein Haudegen von einem Vater.
Aber so stark konnten die Unterschiede eigentlich
nicht ausgefallen sein. Bei Gesprächen verlor er
manchmal den Faden und schweifte ab. Oft blieb
er auch unkonkret. Na ja, das war halt so!

Das „junge Team" des Betriebsbüros der Möbelwerke Moser 1958 mit (hinten von links) Erich Gievay, Peter
Fuß, Edwin Spinner, Ernst Huber, Walter Künkele, Fritz Irion, (vorne von links) Toni Moosmann und Heide
Bühler. Foto: Privatbesitz

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