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Fritz Grießhaber schließlich thematisierte unter
dem Titel „Was vom '1000-jährigen Reich' blieb"
die heute noch sichtbaren Hinterlassenschaften
auf der Gemarkung Tennenbronn wie Luftschutzbunker
und Flak-Stellungen.
Vortrag und Sonderschau „Auerhahnjagd in
Tennenbronn": Parallel zur Eröffnung des neuen
Auerhahn-Wanderwegs und einer kleinen Sonderschau
im Heimathaus im April und Mai sprach
Martin Grießhaber am 4. April über die Auerhahn-
Jagd der Fürstenberger u.a. auf Tennenbronner Gemarkung
. Der Auerhahn war im 19. und 20. Jahrhundert
das letzte verbliebene Tier für das adlige
Jagdvergnügen. Prominentester Jagdgast in Tennenbronn
war Kaiser Wilhelm II., der im Mai 1908
auf der Falkenhöhe drei Auerhähne schoss. Der
Referent konnte anhand der Unterlagen aus dem
Fürstenbergischen Archiv den Ablauf der Jagd und
die Lage der Balzplätze des inzwischen aus Tennenbronn
verschwundenen Vogels schildern.2
Exkursion und Vortrag „Unser kostbares
Wasser": Die Geschichte der Wasserversorgung
der Tennenbronner Häuser und Höfe war Thema
eines Vortrags am 21. September und der Exkursion
tags darauf. Edwin Klausmann berichtete
über die Versorgung der Zinken und Höfe aus eigenen
Quellen, Fritz Wöhrle schilderte die Anlage
von Brunnen, Wasserreservoir und Wasserleitung
im Dorf, Klaus Köser ging auf das moderne Wasserversorgungssystem
ein. Stadtwerke-Geschäftsführer
Peter Kälble stellte die Wasserversorgung
der Gesamtstadt vor. Bei der Exkursion wurden
der Sammelbehälter im Eichbachtal und die Wasseraufbereitung
besichtigt.
Vortrag „Die Tennenbronner Klosterhöfe":
In seinem Vortrag am 24. Oktober ging Alfred
Kunz auf den großen Höfetausch zwischen den
Gemeinden Evangelisch Tennenbronn und Lan-
genschiltach ein. Die ehemaligen Höfe des Klosters
St. Georgen waren von der badischen Regierung
Langenschiltach zugeschlagen worden, wodurch
große Teile Tennenbronns wie das Dörfle
um die evangelische Kirche oder der Eichbach
2 s. auch Martin Grießhaber: Auerhahn und Auerhahnjagd;
Selbstverlag, 100 Seiten (über den Autor erhältlich)
100
Besichtigung des Tennenbronner Wasserwerks mit
Wassermeister Werner Bartsch
Foto: Robert Hermann
bis zum Höfetausch 1836 einmal zu Langenschiltach
gehörten und „Kleinschiltach" genannt wurden
. Alfred Kunz ging auch auf die Geschichte
der einzelnen mittelalterlichen Klosterlehen in
Tennenbronn ein, von denen es schon im 13 . Jahrhundert
mehrere gab.
Vortrag „Alte Bräuche und Sitten im Jahresablauf
": Maria Flaig schilderte in ihrem Vortrag
am 14. November dem Jahreslauf entlang die Sitten
und Bräuche, die das Leben der Tennenbronner
in früheren Zeiten bestimmte. Sie waren geprägt
von den Jahreszeiten und den weltlichen
und kirchlichen Festen, angefangen mit dem Göt-
tewecken oder dem Dreikönigswasser. Anschaulich
berichtete sie in Wort und Bild von der Arbeit
auf dem Feld und dem Hof, der ausgeprägten Festkultur
und den Bräuchen etwa bei Hochzeiten,
Kindstaufen und Todesfällen. Auch dieser Vortrag
stieß auf großes Interesse mit einem „vollen Haus"
im katholischen Pfarrsaal.
Sonderausstellung „Weihnachten im Heimathaus
": Eine Krippenausstellung von insgesamt
20 Krippenbauern nicht nur mit typischen
Schwarzwälder Wurzelkrippen, sondern auch mit
anderen Formen, zeigte das Heimathaus unter Regie
von Dieter und Karlheinz Moosmann vom 16.
Dezember 2018 bis 6. Januar 2019. Auch ein fast
100 Jahre alter Christbaumschmuck war zu sehen.
Die im ganzen Haus verteilten Krippen zogen
eine rekordverdächtige Besucherzahl an. Am 16.
Dezember waren zudem weihnachtliche Weisen
und Geschichten zu hören.
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