Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., M 8335,g
Lindner, Pirmin August; Hauthaler, Willibald [Mitarb.]
Monasticon Episcopatus Augustani antiqui: Verzeichnisse der Aebte, Pröpste und Aebtissinnen der Klöster der alten Diözese Augsburg
Bregenz, 1913
Seite: 63
(PDF, 25 MB)
Bibliographische Information
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Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



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Elchingen—Ellwangen.

63

Nr.

A e b t e

Geburtsort

Beginn der Regierung
(resp. kommt vor, erwählt, confirmiert)

Ende der Regierung

(resp. resigniert, transferiert,
abgesetzt, gestorben)

30

Coelestin Rieder ,->&>
geb. 1670, Prof 15. Aug. 1689

Augsburg

erw. (die ?) 1706

f 25. Oct. 1740

31

Amand Schindele 588
geb. 1680,1) Prof. 8. Sept. 1697, Primiz

11, UCt. l(Ui

Kempten

erw. 8. Nov. 1740

res. 1763, f 15. Oct, 1764

32

Gregor Pfeifer (Pfeiffer)

geb. 7. Juli 1702, Prof. 29. Juni 1721,
Primiz 5. (Jet. 112, i

Deggingen

erw. 21. April 1763

f 16. Feb. 1766

33

Robert I. Kolb 580

geb. 8. Nov. 1736, Prof. 12. Oct. 1755,
Primiz 5. April 1761

Deggingcn im
Wiesensteigertal

erw. 6. März 1766

f 25. März 1793

34

Paulus IL Groebel 5s«

geb. 24. Nov. 1743, Prof. 28. Oct. 1764,
Primiz 8. Oct. 1769

Edelstetten

erw. 18. April 1793

f 10. Aug. 1801

35

Robert II. Plersch 5s?

geb. 6 März 1766, Prof. 15. Aug. 1785,
Primiz 8. Dec. 1789

Elchingen

erw. 31. Aug. 1801

aufgehob. 29. Nov. 1802,
f 3. Oct. 1810 im aufgehob
. Kloster Elchingen

9) Ellwangen

c. 750—1460 (resp. 1802).

Ellwangen in Württemberg, im gleichnamigen Oberamte,
wurde von Hariolf (alias Erlolf), einem alemannischen Grossen,
gestiftet, der Bischof von Langres geworden, auf sein Bistum
verzichtete, sich nach Ellwangen zurückzog und dort der erste
Abt wurde. Die Stiftung fällt c. 750. Namen: Elehenwang, in sylva
Virgundia Elewanc, M. Ellvacense. Die Hauptpatrone waren die
Märtyrer Sulpitius und Servilianus, deren Leiber der Stifter vom
Papste Hadrian I. erhalten hatte. Seit dem XI. Jahrhundert die
erscheint auch S. Vitus als dritter Patron. Papst Pius H. bewilligte,
da dieWiederherstellung der Mönchsdisziplin ohne
Aussicht war, die Umwandlung in ein weltliches Collegiatstift
(Propstei) am 14. Jänner 1460, die tatsächlich am 2. April desselben
Jahres vor sich ging. Ellwangen hatte fürstlichen Rang. Es fiel
bei der Saecularisation als Entschädigung an den Kurfürsten
Friedrich von Württemberg, der am 10. Sept. 1802 die Civil-Besitz-
nahme ergriff und am 23. Nov. desselben Jahres die gänzliche
Aufhebung der Propstei publizieren Hess. Näheres über diesen
Vorgang sowie über den damaligen Besitzstand des Stiftes siehe
bei Erzberger, Saecularisation in Württemberg S. 193—204.

Quellen: Mon. Germ. SS. a) Annales Ellwangenses 1—1237,
X. 15—20. b) Chronicon Ellwacense 1—1477, X. 34-51. c) Vita
Hariolphi Ep. Lingonensis auetore Ermanrico monacho Ellwacensi.
(c. 841—855) X. 11—14. (Sämtl. separat herausgegeben von Dr.
J. A. Giefel. Die Ellwanger und Neresheimer Geschichtsquellen.
1888.) — Lib. Confrat. 44, 82, 286, 287: Nomina Fratrum de
Elehenwangen. Necrolog. Elwacense. c. 1173. M. G. Nec. I. 75—78.

») Der handschriftliche Catalog der Relig. vom Jahre 1760 hat geb.
Sept.; nach anderen Angaben geb. l. Juni.

Literatur: A) Allgemeines: Beschreibung des Ober.
Amtes Ellwangen. Stuttgart. 1886. — Bossert G., Die Gründung
des Klosters Ellwangen in Blätter für Württembergische Kirchengeschichte
HI. (1888) 67 ff. 72—76. 81—84, 89 -93. (Erscheint
complett und umgearbeitet im Ellwanger Jahrbuch 1910, S. 15—36.
Schluss. Jahrgang 1911. — Dr. Giefel, Gült- und Rechtsbuch der
Abtei Ellwangen. Württembergische Vierteljahr-Hefte, Neue Folge
IV. (1895), 98-104. — Khamm, Hierarchia, Pars I. cathedralis
Auctarium 1—107, 141—146. — (Seckler AI., Vollständige Beschreibung
der gefürsteten Reichs-Propstei Ellwangen. Stuttgart-
1864. 164 S. 8°. — Thudicum Fr. v., Gefälschte Urkunde von
Ellwangen. (Württembergische Vierteljahrshefte 1893, 242—253.)
— Zeller Dr. J, a) Aus dem ersten Jahrhunderte der gefürsteten
Propstei Ellwangen (1461—1502) in Württemberg. Vierteljahrs-Hefte.
N. F. XVH. (1908) 159-200, 277-300. — b) Zwei Ellwanger
Aebte des XI. und XH. Jahrhunderts. (Schwäbisches Archiv 1910,
S. 97—102. — c) Die Umwandlung des Benediktinerklosters Ellwangen
in ein weltliches Chorherrenstift (1460) und die kirchliche
Verfassung des Stifts. (= X. Bd. der Württembergiscben Geschichts-
Quellen. Stuttgart 1910. XVI u. 571.)

B) Kunsttopographisches: Busl C Ant., Die Stiftskirche
und die Stiftsheiligen Ellwangens. Ravensburg. 1862. —
Schwarz Fr. J , Die ehemalige Benediktiner-Abteikirche Ellwangen
mit 22 Blättern in Lichtdruck, 8 Holzschnitten und 1 Farbendruck.
Stuttgart 1882. — Vogelmann Alb. Dr., Aus Ellwangens Vergangenheit
. Ellwangen. 1883.

582—587


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