Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., M 8335,g
Lindner, Pirmin August; Hauthaler, Willibald [Mitarb.]
Monasticon Episcopatus Augustani antiqui: Verzeichnisse der Aebte, Pröpste und Aebtissinnen der Klöster der alten Diözese Augsburg
Bregenz, 1913
Seite: 139
(PDF, 25 MB)
Bibliographische Information
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Varia

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Lauingen - Niederschönenfeld.

139

Nr.

Aebtissin nen u. Priorinnen

Geburtsort

Beginn der Regierung
(resp. kommt vor, erwählt, confirmiert)

Ende der Regierung

(resp. resigniert, transferiert,
abgesetzt, gestorben)







C) A e b t i s 8 i n n e n :



17

Scholastica Feyerabend
Professin v Neidingen





von 1659 — 1672 Priorin; am
10. Juni 1672 als erste Aebtissin
benediciert

f 31. Jan. 16791)

18

Barbara III. Baumhart

241



erw. 1. März 1679

f 19. Juni 17092)

19

Adelheid 1. laxberger

245



erw. 22. Juni 1709

f 1. April 1717 3)

20

M. Lutgardis Laug

246



erw. 22. Juni 1717

res. 17. Juni 1738,
f 20. Nov. 1752

21

Adelheid II. Thamler

247

Neuburg

erw. c. 1738

unbekannt

22

Corbiniana

24s



erw. vor 1744

f 27. Dec. 1748/) aet. 58

23

Rosa

249





f 22. Mai 1779

24.

Josepha Mayr6)
Letzte Aebtissin

250













D) Priorinnen:



25

Coelestina Bauer

251

Lauingen



f 23. Oct. 1809, aet. 61,
rel. 43

26

Antonia Mang

252

Lauingen



f 2. Juni 1813, aet. 64,
rel. 47

3) Niederschönenfeld

(1261—1803).

Niederschönenfeld gehört jetzt zum Kreise Schwaben, Bezirks-
Amt Neuburg a. D. und ist eine Stunde von der Stadt Rain
entfernt.6) Namen: Campus speciosns, Schönnvelt (saec. XIII.)
Die Stifter waren Graf Berthold von Graisbach (Greifesbach)
und Lechsgmünd und seine Gemahlin Adelheid. Das Stiftungsjahr
lässt sich nicht bestimmen. Ursprünglich bestand die Ordensgemeinde
aus einer Versammlung von Beguinen zu Burgheim.
Bald zog aber dieselbe in das zwei Stunden von Burgheim entfernte
Niederschönenfeld. Aus der ältesten Urkunde, vom 9. Jänner 1261,
mit der Bischof Siboto von Augsburg die Besitzungen des Klosters
bestätigt, ersieht man, dass sich das Kloster bereits zu Niederschönenfeld
befand und dem Cistercienserorden angehörte. Die
geistliche Leitung hatte stets der Abt von Kaisersheim; zwei
Patres waren damit betraut; der eine war Confessarius, der andere
übte die Pfarrechte zu Niederschönenfeld aus. Kurfürst Max Josef

') Nee. Oberschönenfeld. 2) Detto. a) Grabstein. 4) Grabstein.
5) Flüchtete sich mit 2 Nonnen nach Kloster Geisenfeld und kehrte von dort

von Bayern verfügte die Aufhebung, die den Nonnen am 18. März
1803 publiziert wurde. Der Konvent bestand aus 1 Äbtissin,
23 Chorfrauen, 14 Laienschwestern und 2 Novizinnen. Eine grosse
Zahl der Nonnen verblieb nach der Aufhebung im Kloster von
den kargen Pensionen gemeinsam lebend. Aber auch diese wurden
ihnen öfter erst nach vierteljähriger Verzögerung ausbezahlt.
(Baader S. 457). Durch Dekret vom 14. September 1803 wurde
das Rentamt von Rain nach Niederschönenfeld verlegt und ein
Teil der Klostergebäude dafür etabliert. Der erste Rentbeamte,
der dort fungierte, war ein äusserst roher Mensch. Er sprengte
ohne Not die Klausur und trieb mit seinem Schreiber oft bis
11 Uhr nachts den grössten Unfug Wenn sich die Nonnen zurückziehen
wollten oder gar beklagten, so hatte er kein anderes Wort
als: „Sie sollen marschieren und das Kloster verlassen." Selbst
die nötige Leibwäsche wurde den Nonnen weggenommen und

nicht mehr zurück.
München.

6) Gehörte früher zum Kreis Oberbayern, Rentamt

243-252
18*


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