Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., F 9303
Lobstein, Jean Martin François Théodore
Beiträge zur Geschichte der Musik im Elsass und besonders in Strassburg: von der ältesten bis auf die neueste Zeit
Straßburg
Seite: 63
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Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/lobstein1840/0073
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ſchongenannte Inſpektor äber die Muſik in allen ſieben Kirchen „
Hartwich Zyſich, erhielt von dem Stift am 7ten April 1685,
den beſondern Auftrag die mangelhaften Partituren zu er—
gänzen; am 28ten Juli 1694 wurden abermals mehrere Werke,
beruͤhmter Meiſter gekauft, ſo wie muſikaliſche Inſtrumente.;
die Sorgfalt der Vorſteher gieng ſo weit, daß 1707 die Be⸗
zahlung der durch die Muſiker verbrauchten Saiten, ver⸗
ordnet wurde.
Wie höchſt intereſſant die angekauften, bei dieſer Kirche
verwahrlichen, ſelten gewordenen Kirchen-Kompoſitionen
der alten Zeit ſind, beweißt folgendes ſummariſche Verzeich⸗
niß. Sie iſt die einzige aller Kirchen, die noch im Beſitz
ihrer Muſikalien iſt. Zur Würdigung der Epoche in welcher
beiläufig die Werke geſchrieben wurden, iſt die Zeit in
welcher die Componiſten lebten angemerkt.
Albergati (Pirro Capacelli), vierſtimmige lat. Meſſe,
mit Quartett⸗Begleitung und Orgel (ſehr ſelten). Der Verfaſſer
war eigentlich Dilettant, Graf aus einem angefehenen Hauſe zu
Bologna; er ſchrieb daſelbſt 1690 die Oper Gli amici und 12 geiſt⸗
liche Cantaten, die zu Modena 1703 herauskamen.
Bach (Soh. Sebaſtian), geboren zu Eiſenach 1685, geſtorben
1750. Der Herr Zebaoth wird allen Völkern ꝛc., ꝛc. Dia-
logus de sacra eœna ex Esaj. XXV. 6. 7. 8. für 4 Solo⸗Stimmen
mit Chor und Begleitung von 2 viol. 1 viola, Tenor viola, Baß
und Orgek.
Bachelbel aus Erfurt, Oeganiſt zu Rürnberg, im 17ten Jahr⸗
hundert: vierſtimmige Cantate; Was Gott thut das
iſt wohlgethan ꝛc. ꝛc. mit Begleitung von 2 viol. einer Alt⸗ und
Tenor-viola, Baß und Orgel. Vierſtimmige Cant.: Meine Sün⸗
den betrüben mich ꝛc. ꝛc. mit Begleitung von 4 viol. di Gamba-
Fagott und Orgel. .
Baſſani (Giov. Battistà)/ Capellmeiſter der Kathedral⸗ Kirche zu
Bologna, gegen Ende des 17ten Jahrhunderts, wo er 1705 ſtarb.
Außer ſechs Opern ſchrieb er Vieles für die Kirche/ ſo wie für die Vio⸗
linen, als einer der größten Violin⸗Virtuoſen feiner Zeit. Von
ihm ſ ſind 2 lateiniſche und 2 deutſche vierſtimmige Cantaten vor⸗


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