Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., F 9303
Lobstein, Jean Martin François Théodore
Beiträge zur Geschichte der Musik im Elsass und besonders in Strassburg: von der ältesten bis auf die neueste Zeit
Straßburg
Seite: 79
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Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

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Im Jahr 1762 machte Andr. Silbermann ein neues Wer
mit 15 Regiſtern. Sie hatte damals 2 Manuale, das obere
bloß im Diskant und ein Pedal⸗Clavier, 837 Pfeiffen und
2 Blasbaͤlge. Im Jahre 1838 machte der Orgelbauer Weg⸗
mann 2 neue Regiſter dazu, naͤmlich eine Montre in das
Manual mit 39 und eine Trompete in das Pedal mit drei⸗
zehn Pfeiffen; demnach hat das ganze Werk nunmehr 17 Re⸗
giſter und 889 Pfeiffen.
Ueber die Organiſten der aͤltern Zeit mangeln ebenfalls
die Nachrichten; ſeit dem gegenwärtigen Jahrhundert waren
folgende bei dieſer Kirche angeſtellt.
1800—1813. Neumeyer.
1814—1826. Klingelmeyer.
1827 — 1831. Deckert.
1832 — J Immenroth (Anton), waͤhrend den erſten
vier Monaten des Jahrs.
1832—1837. Leuyb ach (Aloys), Schuͤler des Hrn. Jauch,
aus der Normal⸗Schule.
1833 — Leybach (Ignaz), Bruder des vorigen, und
jetziger Organiſt, beide geboren zu Gambs⸗

ler; er iſt ugleich EClavierlehrer und hat einige
Romanzen, Elavier⸗ und Kirchenſtucke kom⸗
ponirt.
Eine ſtehende Kirchen⸗Muſik hat in dieſer Kirche nie ſtatt
gehabt; wohl ſind zu allen Zeiten bei feierlichen Gelegenheiten
muſikaliſche Meſſen aufgefuͤhrt worden, allein nie beſtand bei
derſelben, obgleich Collegial⸗Kirche, weder Capellmeiſter noch
Capelle. Zu Zeiten veranſtalten jedoch thaͤtige Organiſten,
Auffuͤhrungen muſikaliſcher Meſſen. Zu dieſem Zweck wurde
1839 die Orgel-Bühne vergroͤßert und die Orgel neu
aufgeſetzt.


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