Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., F 9303
Lobstein, Jean Martin François Théodore
Beiträge zur Geschichte der Musik im Elsass und besonders in Strassburg: von der ältesten bis auf die neueste Zeit
Straßburg
Seite: 80
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Freiburg und der Oberrhein

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II. proteſtantiſche Abtheilung.

Ueber die Entſtehung der Kirche, iſt das nöthige bei Ge⸗
legenheit der katholiſchen Abtheilung geſagt worden. Die
erſte Meldung von der in dem Schiff der Kirche nachdem ſie
ſeit 1561 den Proteſtanten uͤberlaſſen war, beſtandenen

Orgel

faͤllt in das Jahr 1591 wo die damals ſchon vorhandene,
auf Koſten des Kapitels renovirt und mit einem Regiſter
vermehrt wurde. Dieſe bedeutende Reparatur koſtete 1000 Fl.;,
der Orgelbauer welcher dieſe Arbeit uͤbernommen hatte hieß
Hans Klein aus Donauwerth. Im Jahr 1608 wurde ſie
abermals reparirt, und zwar auf Koſten der Stadt. Dieſe
Orgel befand ſich in dem Schiff der Kirche, als in Gefolg
eines. abgeſchloſſenen Vergleichs das⸗ EChor am oten Mai

Die gänzliche Unbrauchbarkeit jener Orgel/ welche ſeit 1667
nicht mehr reparirt worden war, veranlaßte den Kirchen⸗
vorſtand im Jahr 1707 bei der Stadt um eine neue
anzuhalten, was aber abgelehnt wurde. Man begnuͤgte ſich
daher mit der alten bis 1719 wo man eine kleine Kabinet⸗
Orgel, bei Andreas Silbermann lehnte, die bis 1725 um
eine jährliche Miethe von 15 Fl. darin blieb. Indeſſen
wurde das alte Werk wieder in den Stand geſtellt, bis der
Kirchenvorſtand im September 1779 fuͤr die Summe von
6000 Liv. mit Johann Andreas Silbermann einen Akkord
für ein neues abſchloß. Dieſes im Jahr 1780 errichtete
Werk iſt das letzte von Joh. Andreas Silbermann; es be⸗
ſtund damals in 1 Manual⸗ und 1 Pedal⸗Klavier, zuſammen in
16 Regiſtern, 980 Pfeiffen, und 3 Blasbälgen. Dazu machte
der Orgelbauer Konrad Sauer, Sohn, deſſen Vater, Silber⸗
manns Schüler, das Werk vollendet hatte, im Jahr 1821,
ein neues Poſitiv mit 6 Regiſtern und 306 Pfeiffen, ſo daß


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