Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., F 9303
Lobstein, Jean Martin François Théodore
Beiträge zur Geschichte der Musik im Elsass und besonders in Strassburg: von der ältesten bis auf die neueste Zeit
Straßburg
Seite: 97
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Freiburg und der Oberrhein

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0 Orgel⸗ und Kirchen⸗ Geſang.

Die erſte „noch beſtehende Orgel dieſer Kirche, wurde im
Jahr 1789 von Conrad Sauer, Vater, Schuͤler von J. A.
Silbermann, verfertigt. Sie beſteht aus einem Manual⸗ Pund
einem Pedal⸗Clavier, 16 Regiſtern, 878 Pfeiffen und 3 Blas⸗
baͤlgen.
Folgende Organiſten ſueredirten ſch, ſeit der Enttehung
der Kirche in Straßburg: :
1790. Hr. Tubach.
1811. Hr. Seybold, bis Ende 1836.
Hr. Rothbach, prov. Organiſt, waͤhrend dem erſten Quar⸗
tal 1837, und ſeitdem Hr. Buͤchſenſchuͤtz, jetziger Organiſt,
und wuͤrdiger Schüler von Stern. (S. die Thomas⸗Kirche).
Der Kirchen⸗Geſang wird durch einen Vorſaͤnger ange⸗
fuͤhrt; der erſte, im Jahr 1790, war Conrad Koyf, von
Heidelberg; 1813 Hr. Weber.
Regelmaͤßige muſikaliſche Auffuͤhrungen haben. in dieſer
Kirche nicht ſtatt; allein ſeit den früheſten Zeiten ſind an
geſetzlichen und religioͤſen Feiertaͤgen ſtets Cantaten mit
Orcheſter aufgefuͤhrt worden, oder auch Choraͤle mit Be—
gleitung von Trompeten, Pauken, Poſaunen und Orgel.

Die Kirche ſo wie das daranhaͤngende ehemalige Kloſter
zu St. Stephan, fruͤher eine Abtei, die zur Zeit der Re—
formation eingieng, wurde im Jahr 718 durch Adelbert,
Herzog von Elſaß, Bruder der heiligen Odilie, geſtiftet. Nach
den Stiftungsurkunden iſt das Ganze, innerhalb der alten
Mauern des ehemaligen Argentorats, welches die Barbaren
zerſtoͤrt hatten, und wovon die Trümmer noch vorhanden
waren, erbaut worden. Nach der Reformation wurde die
Kirche eine Zeit lang von den Proteſtanten benutzt, bis zur

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