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vor Augen wodurch ſich dieſe Familie ein bleibendes und
ruhmvolles Denkmal geſetzt hat.
Andreas Silbermann, der am 16ten Maͤrz 1734 ver⸗
ſtorbene Vater, verfertigte zu Straßburg ſeit 1703 folgende
neue Orgelwerke:
1709. Straßburg, im Kloſter zu St. Margarethen.
Bei dieſem Orgelbau leiſtete ihm fein Bruder Gottfried
Silbermann, welcher ſich toller Streiche wegen, aus Sachſen
fluͤchten mußte, und bei ihm die Orgelbaukunſt erlernte,
huͤlfreiche Hand. Da er ſich jedoch einfallen ließ, eine
Nonne zu entfuͤhren, und dabei entdeckt wurde, ſo mußte
er eilig 1707 die Stadt verlaſſen; er iſt der nachmalen ſo
beruͤhmt gewordene Koͤnigl. polniſche und Churfuͤrſtlich
Saͤchſiſche Hof⸗Orgelbauer, anſaͤßig zu Freiberg.
1707. Straßburg, St. Niklaus⸗Kirche.
1709 — Kirche zum alten St. Peter (proteſt.)
1710. Mauersmuͤnſter, im Nieder⸗Rhein.
1711. Baſel, im Münſter.
1712. Straßburg, Cabinet⸗Orgel in in das Wihetnnaner⸗
Kloſter.
1713. O berenheim.
1715. Geidertheim.
1716. Straßburg im Muͤnſter.
1716. — zu St. Stephan.
1717. Andlau, Cabinet⸗Orgel fuͤr Mad. d'Andlau, von
ihr 1737 in die Pfarr⸗Kirche vermacht. “”.
1718. Straßburg, Kloſter zu St. Magdalenen.
1718. Ebersheimmuͤnſter, Cabinet. Orgel; 1759 in
die kleine Pfarrkirche daſelbſt.
1718. Ba'ſel zu St. Leonhard.
1719. Hagena u. Cabinet⸗Orgel kam 1730 zu den Grauen
Kloſterfrauen nach St. Joſeph.
1719. Grendelbuch, Cabinet⸗Orgel 1719 in die Kirche
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