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zum jungen St. Peter in Straßburg (prot.) vermiethet; 1725
nach Rosheim, und 1760 nach Grendelbruch.
1719. Lauttenbach im Ober-Rhein; Cabinet⸗Orgel von
6 Reg. 1760 in die Kirche dieſes Dorfs.
1720. Weißenburg, St. Johann-Kirche.
1721. St. Leonhard, Stift bei Oberenheim.
1722. Altenheim, im Badiſchen Amt Offenburg.
1722. Kolbsheim, Cabinet⸗Orgel, ſoll 1748 an den
Fürſten von Naſſau gekommen ſeyn.
1726. Colmar, zu den Dominikanern.
1728. Straßburg, St. Wilhelm.
1729. Biſchweiler.
1729. Alt⸗Thann, im Ober⸗ Rhein.
1730. Altorf, im Nieder⸗Rhein.
1731. Ebersheimmuͤnſter, im Nieder⸗ Rhein.
1732. Königs b! rück, ehemal. Abtei bei Leutenheim, . Nie⸗
der⸗Rhein.
1732. Colmar, in der Spital⸗Kirche.
1732. — in der Proteſtantiſchen Kirche.
1733. Rosheim, letztes Werk des großen Meiſters. Zu⸗
ſammen 30 Orgeln.
Johann Andreas Silbermann, aͤlteſter Sohn des
vorigen, verfertigte in Verbindung mit ſeinen Bruͤdern fol—
gende Werke:
G 1736. Mühlbach, im Muͤnſterthal (Ober⸗ Rhein).
Dieſe Orgel war für Waßlenheim von A. Silbermann, Va⸗
ter, angefangen; der Vertrag wurde wegen Kriegszeiten aufgehoben.
Seine Söhne vollendeten ſie; als ſie Daniel Silbermann aufſetzte,
meldete er ſeinem Bruder Andreas, in Straßburg, unterm 12ten Ok⸗
tober 1736, folgendes komiſche Urtheil der Thalbauern über die Or⸗
gel: „Wenn doch nur die Orgel keinen Baß hätte, es wäre viel
„ ſchöner und mir hören es lieber, denn bei den Hochzeiten haben wir
„auch keinen Baß, wir können ihn nicht leiden und wollten lieber die
„ Orgel wäre ganz ohne Baß gemacht.“ — Da heißt es wol, ſeßte er
binzu, den Bauern gehört Haberſtroh.
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