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Sammlung in mehreren Bänden ſolcher Theaterſtuͤcke, die
zu Straßburg herauskamen und geſpielt wurden, z. B.:
1562. Nabal, Rodolphi Gualtheri, comoedia sacra.
1570. Menæchmi, von Bitner.
1583. Tobονvuvs, comœdi sacra, von Cornel. Schon äus.
1585. Judith, drama comitragicum, von Xyſtus.
1590. E us trqjanus, von Mich. Hoſpein.
1591. Dido, von demſelben.
1596. Esthera regina, comœdia sacra, adversus omnem impie-
tatem atque arrogantiam potissimum conscripta, von Cor⸗
nelius Laurimanus.
1600. Rieremias, tragædia saer- „von Thomas Rao 3 eor 9 us.
Von letztrem Jahr an, wurden die Vorſtellungen eine Zeit
lang eingeſtellt; die Scholarchen, welche ſie zu leiten hatten,
verlangten dazu ein bedecktes Lokal, und es wurde dazu das
Gebaͤude in dem ſogenannten Zi im m er r⸗ f. feingenichtet n und
gleicher Zeit fortgeſeßt. Guen ſpielte n man daſelbſt:
1605, ai Sttn Auguſt. Herzog F riederich von Sach⸗
1608, am „ten Juli. Sax, Trauerſpiel von Sophokles.
1613 und 1614, in dem Collegien⸗Gebaͤude.
1616 war/ am 6ten Juli, wieder eine Vorſtellung in dem
Theater 7 des Zimmerhofs, welcher d der r Perzog von
dem ho n Anſehen in welchemt die bieſigen Leiſtun⸗
gen ſtanden, nach Straßburg zu reiſen, ſo ließen ſich
die HHrn. Scholarchen in Unkoſten ein, welche die
jaͤhrlich dazu angewieſenen 100 Fl. bei weitem über⸗
ſtiegen. Sie klagten daher ihre Noth dem Magiſtrat
am 7ten October, um eine Mehrausgabe von 86 Fl.
zu decken; ſie ſtellten vor, wie ſehr die Action den
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