Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., F 9303
Lobstein, Jean Martin François Théodore
Beiträge zur Geschichte der Musik im Elsass und besonders in Strassburg: von der ältesten bis auf die neueste Zeit
Straßburg
Seite: 130
(PDF, 32 MB)
Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/lobstein1840/0140
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Am 3rten Mai 1721 erlangte Jakob Gardinier von Dublin,
die Erlaubniß auf dem Stadt⸗Theater italiaͤniſche Comö⸗
dien zu ſpielen. Der Magiſtrat wohnte auf Einladung einer
Vorſtellung bei, wofür der Direktor ein Geſchenk von 160
Liyres erhielt.
Anm gten Juni 1722 gieng die franzoͤſiſche Direktion auf
Pierre du Cornier, comédien de Mgr. le duce de Bourbon uͤber, wel⸗
cher aus Rückſichten, von dem Miethzins des Hauſes befreit
blieb bis zum 15ten Auguſt 1727, wo ihm eine monatliche
Miethe von 50 Liv. auferlegt wurde.
Indeſſen ſpielten deutſche Geſellſchaften in dem Zunfthaus
zur Tucherſtube, unter andern 1716 eine von Stralſund,
unter der bloßen Bedingung an den Tagen der franzöſiſchen
Komoͤdie keine Vorſtellung zu geben.
Die Theater⸗Luſt fieng in jener Zeit zu Straßburg an all⸗
gemein zu werden, beſonders fanden deutſche Geſellſcha ften
ihre Rechnung, ſo daß die Zuͤnfte um die Wette ihre Lokali⸗
täten zur Miethe anboten. Die Maurer⸗, die Tucher⸗ und
die Gerber⸗Zunft wollten Theater aufbauen. Die Tucher⸗
zunft ſtellte dem Magiſtrat vor, ſie habe 1000 Fl. vorräthig,
und brauche fuͤr den Bau nicht mehr als 1100 Fl. zu lehnen,
welche die Schöffen bereit wären vorzuſchießen um dieſes
Kapital zielweis zu 50 Fl. von den Einnahmen zuruͤckzunehmen.
Auf dieſes Anerbieten gab der Magiſtrat am 22ten Juni
1733 folgende Entſcheidung: Erkannt, wird der imploriren⸗
den Zunft auf ihren Grund und Boden, ein neues Comoͤ⸗
dien „Haus aufbauen zu laſſen, erlaubt ꝛc.
Folgende Geſellſchaften, worunter ſich aus gezeichnete
befinden, ſpielten nach und nach auf dieſem Theater:
17635. Eckenberg (Joh. Karl von), der ſtarke Mann
auch der ſtarke Samſon genannt, deſſen Frau eine be⸗
ruͤhmte Seiltaͤnzerin war. Er war 1732 Direktor in Berlin.
Bei ſeinem ſpätern Aufenthalt in Kopenhagen ward er in
den Adelſtand erhoben.


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