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in der Stephanskirche errichteten, in welchem am 20ten Mai
1821 die letzte Darſtellung ſtatt hatte. Die Geſellſchaft des
Dir. Demeri war ſo zahlreich, daß er zu gleicher Zeit waͤhrend
dem Congreß zu Raſtadt (1798 u. 199) und in der Schweiz
während der Occupation ſpielen laſſen konnte.
Die Cinrichtung des Theaters zu St. Stephan, hatte
man dem damaligen Direktor der deutſchen Bühne, Wilhelm
Vogel, aus Mannheim, zu verdanken. Indeſſen hatte ſich
fuͤr die franzöſiſche Buͤhne eine Geſellſchaft von 66 Aktion⸗
naͤrs jeder zu 1000 Fr. gefunden, welche unterm 15ten Januar
1807 einen Geſellſchafts-Vertrag für 3 Jahre ſchloſſen und
unter ſich einen Ausſchuß von ſieben Mitgliedern für die Ver⸗
waltung des Theaters ernannt hatten. Am Schluß des
erſten Jahrs zog ſich aber die Mehrzahl derſelben im Monat
April 1808 zurück; 6 Mitglieder des Ausſchuſſes⸗ (die HHrun.
Liechtle, Leroux, Fourouge, Piquart, Saglio und Marocco)
ſetzten das Unternehmen fuͤr eigene Rechnung bis April 1810
und die HHrn. Marocco, Fonrouge und Saglio bis April 1812
fort. Die Direktion des franzöſiſchen Theaters wurde bis
1810 durch Dir. Demeri, dann durch Vogel fuͤr die fran⸗
zöſiſche und deutſche Geſellſchaft zugleich geführt. Die
ſpäteren Direktionen waren folgende:
1810 — 1812. Colson. 1812 — 1814. Dumonchau (Bater)
1814 — 1815. Ribié. 1815 derſelbe bis 3ten Juni, dann
bis 31ten Maͤrz 1816 die Geſellſchaft fuͤr eigene Rechnung.
1816 — 1817. Desprez. 1817 — 1818. Brion- 1818 — 1819.
Brion und Durand. 1819 — 1820. Valcour und Legros. 1820 —
1822. Jausserand. 1822 — 1824. Lafforgue und Paissac. 1824 —
1825. Mad. de Cocquebert. 1825 — 1826. Dieſelbe und Hr:
Bremens. 1826 — 1827. Bremens. 1827 — 1828. Durand (obiger)
1828 — 1829. Merle (Jean Toussaint.) 1829 — 1831. Deväle (Eloi.)
1831 — 1832 derſelbe und deſſen Geſellſchaft in Societät.
1832 — 183 4. Brice. 183 — 1836. Brice und Carmouche:
1836 — 1839. Carmonche und deſſen Geſchäftsführer Hehl
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