Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4616,ib
Meyer, Joseph Lukas; Schreiber, Heinrich [Hrsg.]
Geschichte der Salpetrer auf dem süd-östlichen Schwarzwalde
Freiburg im Breisgau
Seite: X
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Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/meyer1837/0010
— X —

gaß Meyer dieſen erſten Wohlthaͤter. Noch in ſeinem letz—
ten Lebensjahre wurde er unerwartet von demſelben beſucht;
er nahm ihn wie einen Vater aufe und bewirthete ihn meh—
rere Wochen auf das Liebevollſte.

Mit ſeinen ſchoͤnen Anlagen und ſeinem raſtlofen Eifer
hatte der Knabe bald die erſten Schwierigkeiten beſiegt, und
richtete ſeine Augen nun auf eine groͤßere lateiniſche Schule,
um ſich dort weiter auszubilden. Zuerſt waͤhlte er das Be—
nedictiner-Kloſter zu Villingen, deſſen Anſtalt unter ihrem
damaligen Praͤfecten Georg Maurer zu den ausgezeichnet⸗
ſten gehoͤrte. Spaͤter begab er ſich an das Gymnaſium zu
Donauoͤſchingen. An beiden Orten wurde Meyer durch
Wohlthaͤter unterſtuͤtzt . Da kam ihm auch (1791) der
Gedanke, ſich um Aufnahme an ſeine eigene Herrſchaft, die
fuͤrſtliche Benedictiner-Abtei St. Blaſien zu wenden. Dieſe
thronte damals mit unumſchraͤnkter Macht auf dem Schwarz⸗
walde, und ſtreckte ihren Arm uͤber den groͤßten Theil des—
ſelben aus. Aber ſeine Bitte wurde nicht erhoͤrt; denn St.
Blaſien hatte es ſich zur politiſchen Maxime gemacht,
Kinder von Unterthanen nur in geringer Zahl, und nur
beim Mangel anderer Bewerber, oder aus beſonderen Ruͤck—
ſichten in ſeinen Schoos aufzunehmen. Zuruͤckgeſchreckt aber
nicht muthlos, wendete ſich Meyer nun an die milde Al—

*) Namentlich in Villingen durch die Familie Schikling. Er
war Mitſchüler des Sohnes vom Hauſe, deſſen Theilnehmer
am Privatunterricht und öfterer Tiſchgenoſſe. So knüpfte ſich
unter den FJünglingen ein Freundſchaftsbund, welcher neuer—
dings ſeine ſchönſten Blüthen hervorbrachte, als ſpäter der Zu—
fall die reifen Männer wieder zuſammenführte; den Einen nach
Waldshut als Oberamtmann, den Andern nach dem nahen
Nöggenſchweil und Gurtweil als Pfarrer.


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