Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4616,ib
Meyer, Joseph Lukas; Schreiber, Heinrich [Hrsg.]
Geschichte der Salpetrer auf dem süd-östlichen Schwarzwalde
Freiburg im Breisgau
Seite: XIV
(PDF, 18 MB)
Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/meyer1837/0014
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— XIV —

in dem Stifte durchgemacht hatte, im Jahre 1799 die Prie⸗
ſterweihe; und wurde nach einer kurzen Voruͤbung zu St. Bla—

ſien, ſchon im folgenden Jahre an das Lyceum zu Konſtanz,
hauptſaͤchlich als Lehrer der griechiſchen Sprache, abgeſchickt.
Hier gieng eine neue Welt fuͤr unſern Meyer auf;
oder er fing vielmehr erſt hier an, ſeines Lebens froh zu
werden. Die kloͤſterlichen Bande waren in der Entfernung
weniger druͤckend, und der ihm anvertraute Berufskreis ſagte
ſeinen Wuͤnſchen und Kraͤften auf gleiche Weiſe zu. Was
ihn aber am meiſten hob und begluͤckte, war die Naͤhe des
allverehrten Generalvikars, (ſpaͤter Bisthumsverweſers) Frei⸗
herrn von Weſſenberg. Dieſer hatte, wie ein neuaufge⸗
gangenes herrliches Geſtirn, Aller Augen auf ſich gezogen,
und die Wuͤnſche und Erwartungen eines jeden Gutgeſinnten
in ſich vereinigt. Er entſprach ihnen auch im vollſten Maaße.
Treu dem Wahlſpruche ſeines Hauſes: „Gerade und kraͤftig!“*)
folgte er unumwunden ſeiner beſten Ueberzeugung; und ließ
ſich weder durch offene Widerſetzlichkeit zuruͤckſchrecken, noch
durch geheime Umtriebe irrefuͤhren. Unwiderſtehlich feſſelte er
einen jeden, der, wie nach und nach Meyer, das Gluͤck
hatte, ſeines naͤhern Umganges gewuͤrdigt zu werden. Als
Hauptvereinigungspunkt des regen Aufſtrebens diente die „geiſt⸗
liche Monatſchrift fuͤr das Bisthum Konſtanz,“ fortgeſetzt
als „Archiv fuͤr die Paſtoralconferenzen“ dieſes Bisthums;
ein Werk, welches von Freiherrn von Weſſenberg heraus—
gegeben, ſtets eines der ſchoͤnſten Denkmale ſeiner kirchlichen
Amtsverwaltung ſeyn wird. Dadurch wurde die Tlaͤtigkeit
des ganzen Klerus auf die vielſeitigſte Weiſe angeregt; und
jedes Mitglied ſah ſch in Stand geſetzt, unter der Aegide
ſeiner geiſtlichen Regierung, die Reſultate langer Forſchun⸗
gen oder intereſſante Beobachtungen in dem Berufskreiſe,

*) Reete et fortiler.


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