Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4616,ib
Meyer, Joseph Lukas; Schreiber, Heinrich [Hrsg.]
Geschichte der Salpetrer auf dem süd-östlichen Schwarzwalde
Freiburg im Breisgau
Seite: XVI
(PDF, 18 MB)
Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/meyer1837/0016
verſuͤndiget hatten. Sie waͤhlten freiwillig das Loos der Ver—
bannung, und ergriffen den Pilgerſtab, um in fernen Laͤn—
dern einen gemeinſamen Sitz zu ſuchen, der ihnen in der
Heimath verſagt wurde.
Der neue Pfarrer wurde auf ſeiner Stelle zu Oberried
beſtaͤtigt; gegen ſeine Wuͤnſche, denn er hatte dringend um
Verwendung bei einer Lehranſtalt angehalten. Es war aber
jetzt zum Grundſatze geworden, alle Moͤnche von ſolchen Po⸗
ſten zu entfernen; und ſo hatte Meyer, obgleich ganz un⸗
ſchuldig, doch den Widerwillen gegen einen Stand zu tragen,
der ihn gewißermaſſem von ſich ausgeſtoßen und jetzt ganz bloß⸗
geſtellt hatte. Inzwiſchen benutzte er ſeine Zeit zu literaͤriſchen
Arbeiten. Seine erſten Verſuche waren theologiſchen Inhalts
geweſen, und hatten in Abhandlungen uͤber Kirchenvaͤter, be⸗
ſonders uͤber Origenes, beſtanden. Nun widmete er ſich vor⸗
zugsweiſe der Geſchichte, und zwar in derjenigen Beziehung,
welche Freiherr von Weſſenberg den einſam lebenden Geiſt⸗
lichen als die fuͤr ihre Lage zweckdienlichſte empfohlen hatte.
Dieſen Maͤnnern kann man naͤmlich keinesweges zumuthen,
daß ſie ſich in das unermeßliche Gebiet der Profan⸗- oder Re⸗
ligionsgeſchichte uͤberhaupt werfen, und es mit neuen For⸗
ſchungen uͤber den Orient, oder uͤber Griechenland und Rom
bereichern. Dagegen kann ſich jeder Seelſorger mit den ge⸗
ſchichtlichen Ereigniſſen ſeiner Pfarrei vertraut machen; er kann
die darin bemerkenswerthen Zuͤge ſammeln, in ein Ganzes
vereinigen, dieſes mit topographiſchen und ſtatiſtiſchen Nach⸗
richten ausſtatten; und auf ſolche Weiſe nicht nur ſei—
ner Gemeinde ein fuͤr ſie beſonders erfreuliches Geſchenk, ſon⸗
dern auch dem Geſchichtſchreiber des Vaterlandes einen ihm
erwuͤnſchten Beitrag zur Kenntniß des Landes und ſeiner
Erzeugniſſe, Alterthuͤmer, Cultur und Sitten u. ſ. w.
uͤbergeben. Eine naheliegende, erfreuliche und zugleich dank⸗


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