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der haͤusliche Krieg geſellt ſich zu derſelben. Selten iſt eine
Ehe einig, ganz ruhig oder ganz ſalpetriſch; bald iſt der Mann
und bald das Weib in die Aufregung hineingezogen. Bruͤder
und Schweſtern haſſen und befeinden ſich, die Bande der Ver⸗
liebten werden geloͤst, ſogar die Schulkinder fuͤhren die Ent⸗
zweiung unter ſich fort.
Unterdeſſen bemuͤht ſich Beaurieux in mehreren Ver⸗
ſammlungen zu Waldshut, Dogern, Gerweil und Hoch⸗
ſaal die erhitzten Gemuͤther zu beruhigen und die Irrenden zu
ihren Pflichten zuruͤckzufuͤhren. Aber Thoma von Haſel—
bach behaͤlt doch mit Huͤlfe des verſchmitzten Konrad Binker
von Dogern die Oberhand, der im Angeſichte der Beamten den
Gehorſam vertheidigt und zuſagt; aber hinter ihrem Ruͤcken den
Salpetrern zuruft, daß man ſich bis auf den letzten Mann wehren
muͤſſe. Zwar verſprechen die Ruhigen Gehorſam, auch von
den Uebrigen neigen ſich Manche dahin, ſobald ſie den Kaiſer⸗
befehl mit dem großen Siegel erblicken; aber die Raͤdelsfuͤhrer
laſſen die Huldigung nicht zur Ausfuͤhrung kommen.
Bald uͤberzeugt ſich Beaurieux „daß er ohne Waffenſchutz
nichts erzielen werde, und verlangt deßhalb zwoͤlfhundert Mann
von dem Landesfeldherrn Fuͤrſten von Hohenzollern zu
Freiburg. Am 12. Mai 1728 ziehen zweihundert Mann mit
Feldſtuͤcken von Rheinfelden nach Waldshut, und zwei Tage
darauf fuͤhrt Obriſt Freiherr von Tuͤngen tauſend Mann
uͤber Todtnau und Todtmoos in die Einung. Indeſſen
kraͤftigt Thoma muͤndlich und ſchriftlich die Seinigen, welche
bei dem Anmarſch der Soldaten doch allmaͤhlig muthlofer
werden. „Andere Dinge, verſichert er, ſeien von Wien
gebracht worden, das „Eigen“ ſei ab, die Huldigung in Hand⸗
ſchlag umgewandelt worden. Die Truppen ſeien auf dem
Marſche nach Konſtanz begriffen, nun habe der Abt ſie durch
Geld vermocht, uͤber den Wald zu ziehen, um die Leute zu
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