Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4616,ib
Meyer, Joseph Lukas; Schreiber, Heinrich [Hrsg.]
Geschichte der Salpetrer auf dem süd-östlichen Schwarzwalde
Freiburg im Breisgau
Seite: 28
(PDF, 18 MB)
Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/meyer1837/0055
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mit Geld verſehen, ohne alle Anfrage nach Wien. Gersbach
— der verſchlagene — fuͤhrt ſie auch jetzt an.
Vor ihnen waren Regierungsberichte von Freiburg ange—
langt. Mit Unwillen vernimmt der betagte, vom Tuͤrkenkrieg
gebeugte, Kaiſer, der Hauenſteiner Ankunft in der Burg.
Dieſe erneuern hier die alten Umtriebe; Herrgott, uͤber Alles
als Hofrath verſtaͤndigt, entſchleiert die Abſichten. Dießmal
vermochten die vom dortigen Anwald Dr. Rotmann gefer⸗
tigten Schriften nicht mehr, jemanden mit ihrem gleißenden
Scheine von Unterthaͤnigkeit zu taͤuſchen; zu offen und grell
trat der ungebundene Fuͤrſtenhaß aus ihnen hervor. Jetzt, wo
es nicht mehr, wie fruͤher, das Stift des hl. Blaſius, ſondern
Oeſtreichs Herrſchaft galt, ſcheiterten alle Wagniſſe an den
Stufen des Thrones.
Alles finden jetzt die Unterwaͤlder zu Wien verkehrt. Herr⸗
gott allein muß die Schuld davon ſein. Allenthalben werden
ſie froſtig abgewieſen, und endlich ins Gefaͤngniß gelegt.
Zwar ſchwiegen die von ihnen heim geſandten Nachrichten
von dieſer Behandlung, verkuͤndeten im Gegentheil glaͤnzeude
Ausſichten, beſtaͤrkten Hoffnung und Muth; doch den vertrau⸗
teſten Mitgenoſſen ward durch Dr. Rotmann alles umſtaͤnd⸗
lich geoffenbart. War gleich der Zutritt zu des Kaiſers Maje⸗
ſtaͤt den Abgeordneten verſchloſſen; ſo wußten ſie ſich doch
Bahn zu brechen, wiewohl keine offene, doch eine ſichere und
geheime. P. Toͤnnemann, ein Jeſuit, des Kaiſers Beicht—
vater, gibt ihnen Gehoͤr, uͤbernimmt ihre Beſchwerdefuͤhrung und
eroͤffnet des Kaiſers Antworten. Auch ſoll derſelbe an die Sal—
petrer heraufgeſchrieben haben; woruͤber, da die ſpaͤtere Kom—
miſſion zu Waldshut einen Schleier uͤber dieſen zarten Gegen—
ſtand fallen laͤßt, uns die ſichere Kunde fehlt.
Dieſe Begegniſſe ließen den Leonz Brutſchi zu Dogern,
— den eifrigen Jungfernchorfuͤhrer nach Einſiedeln — nimmer


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