Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4616,ib
Meyer, Joseph Lukas; Schreiber, Heinrich [Hrsg.]
Geschichte der Salpetrer auf dem süd-östlichen Schwarzwalde
Freiburg im Breisgau
Seite: 42
(PDF, 18 MB)
Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

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fung, wenn ſie je entrinnen oder heimſchreiben wuͤrden, haͤtten
ſie den unvermeidlichen Tod verwirkt. Andere, wie die ge⸗
fangenen Abgeordneten zu Wien, mußten eine Verweiſung
auf mehrere Jahre tragen.
Faſt unzaͤhlbar waren diejenigen, welche Geldſtrafen zur
Koſtentilgung, oder Schellenarbeiten an Feſtungen, oder auf
Straßen leiſten mußten; denn keinen frechen Frevel ließ man
ungeahndet. So mußten aus der Einung Dogern acht und
ſechzig Straͤflinge 3494 fl. erlegen, nebſt welchen Andere, an
der Zahl dreihundert neun und ſechzig oͤffentliche Arbeit er⸗
ſtehen muͤßten; ohne die an die Soldaten abgegebenen ledigen
Burſche. Eben ſo jede andere Einung, faſt in gleichem Maße.

V. Dritter Salpetrerkrieg und deſſen Folgen. 1743 bis 1755.
Tief erſchuͤttert und gebeugt durch die juͤngſten Ereigniſſe,
entrichtet der Wald nicht nur an St. Blaſien die Gelder,
und befreiet ſich und die ſpaͤteſten Enkel von der ſchmerzlich
gefuͤhlten Schmach der unchriſtlichen Leibeigenſchaft; ſondern
es kauft ſich auch bald der untere Bezirk vom fuͤrſtlichen Stifte
Saͤckingen, der Ort Niederalpfen vom Grundherrn
Baron von Zweier, frei. Da der Schwindelgeiſt, obwohl
nicht ganz erloſchen, doch rnhte, erlaubte man mehreren nach
Ungarn Verbannten, die frohe Heimkehr (im Jahr 1742);
nachdem ſie vorerſt in einem feierlichen Eide angelobt hatten,
ſich fuͤrder ruhig, ſtill und gehorſam zu betragen. Kriegs⸗
unfaͤlle ſoͤhnten der Koͤnigin Maria Thereſia. Herz mit
dieſen Verirrten aus.
Auf vieles Flehen wird 1743 auch der Eckbauer, Johann
Thoma, und der Preuße Johann Marder von Eſchbach
aus der Keſte Komorn entlaſſen, und gemeinſam mit einem
Paſſe verſehen. Dieſer, heftig mit jenem unterwegs entzweit,


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