Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4616,ib
Meyer, Joseph Lukas; Schreiber, Heinrich [Hrsg.]
Geschichte der Salpetrer auf dem süd-östlichen Schwarzwalde
Freiburg im Breisgau
Seite: 47
(PDF, 18 MB)
Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/meyer1837/0074
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und Nacht laͤuft dieſer hin und her, mit Luͤgen hetzt er das
Volk auf wider die Obrigkeit; z. B. „wir haͤtten nach Wien
berichtet, die Unruhigen haͤtten ſich den koͤniglichen Soldaten
widerſetzt, den Landſturm aufgemahnt.“ Sie ſagen: „wir
Ruhigen ſeien an unſerer Koͤnigin treulos, haͤtten ſammt dem
neuen Praͤlaten, dem neuen Kaiſer (Karl VII.) heimlich
gehuldigt.“ Sie trugen beim Prinzen Karl (von Lothrin⸗
gen) darauf an, Waldvogt und Einungsmeiſter abzuſetzen.
So ſchreiben ja Blaſius Hottinger und der Eckbauer
von Wien: „Die Grafſchaft ſei nicht ſchuldig, Soldaten ins
Winterquartier zu nehmen; die Einungsmeiſter haben dieſe
Soldaten hereingekauft u. ſ. f.“ Die hohe Regierung hat uͤber
dieſe Thatſachen Beweiſe. Wer ſolches veruͤbt, den heißen wir
unruhig. Ein Verzeichniß der Unruhigen wird uns abverlangt,
die Kommiſſionsverhandlung vom Jahre 1739 hat ein ſolches
aufgeuommen. Indeß haben ja neulich die Soldaten die
Raͤdelsfuͤhrer Joſeph Mayer und Hanns Waßmer ge⸗
fangen genommen, und in Ketten gelegt. Dieſen zaͤhlen wir
bei: Johann Marder, der Preuße, von Eſchbach, Klaus
Gottſtein von Herriſchried, Michael Troͤndle von Ber⸗
galingen, Kaſpar Muͤller von Ruͤßweil, Joſeph Schmid
von Hochſaal, und noch mehrere, ungefaͤhr bei 1300 Koͤpfe.
Wir wuͤnſchen blos, Dr. Berger wolle nun dieſe Unruhi⸗ L
gen beruhigen.
In 2) beſchuldigen wir den Advokat Berger einer Luͤge.
Er ſoll beweiſen, wann, wo, wen man von den Einungs⸗
wahlen ausgeſchloſſen habe? Wohl habe der Kaiſer 1728
und 1738 die Wahlen verſchoben, und die alten Vorſteher
beibehalten. Auch ſind 1728 manche der Unruhigen als
wahlunfaͤhig erklauͤrt worden, zur Strafe. Jetzt werde, wie
vordem, an Georgi „voder Sonntags darnach die gewoͤhnliche
Wahl auf offenem Felde gehalten. Viele der Unruhigen wur⸗


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