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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mone1863-3/0113
Chronik von Schuttern.

Ouia secundum verbum sapientis: „in thesauro abscon-
dito nulla est utilitas,“ et' evangelicam autoritatem ²:
„lucerna candelabro imponenda venit, et non modio
contegenda,““ nos pretiosissimo,* et extra omnem com-
parationis aleam posito thesauro, sive coelestes sive
terrenas hasce creaturas spectemus, sanguine videlicet
Christi, servatoris humani generis, apud monasterium
Schutteranum,“ ordinis sti. Benedicti, Argentinensis
dioecesis, considerato et decenti veneratione“ inspecto,
moti sumus, S communi quoque omnium fidelium* zelo
ac amore nos hortante, ut cunctorum Christo fidelium
animos ad eiusdem sanguinis ac rei sacratissiinae cul-
tum ac venerationem provocaremus, largientes° be-
nigno ac pio affectu universis, qui tam ad videndum, ¹1¹
quam tangendum hoc incomparabile bonum accessissent
pietatis causa, nec non summam in nos Chrisli muni-
ficentiam digno honore imploraverunt: centum dierum'*²
admissorum, sive criminalia landem ea sint sive veni-
alia, remissionem ac veniam indulgemus. Idque con-
sensu et autoritate '⁸ reverendissimi'“ patris ac domini
Chunradi III.,¹⁵ dei gratia Argentinensis episcopi, ratum
habitum, approbatum “ et conſirmatum sciant omnes
Christi fideles instrumentis hoc eiusdem contestantibus.

1Det secundum, S. ² verbum evangelicum, S. 3⁸ luecerna

super candelabrum est ponenda, non sub modio, S. ¹* fehlt
bei S. ⁸ pretioso et incomparabili thesauro, ad quem nec
coelestis nec terrestris creatura potest nec debet aliqua-
tenus comparari, videlicet pretioso sanguine salvatoris et do-
mini nostri J. Chr. apud, S. ⁸ε dictum Schuttern, S. 7 vene-
rabiliter, S. s cogitavimus, obne communi quoque, S. ²⁹ Christi
ſidelium mentes ad praefati sanctissimi thesauri venerationem
et reverentiam de cetero provocare, S. ¹⁰ dantes obne be-
nigno cet. S. 11 ad respectum tam comparabilis thesauri
ad locum praefatum devote venerint et domini nostri 1. Chr.
clementiam humiliter imploraverint, S. ¹à dies criminalium et
annum venalium indulgentiam et hanc indulgentiam de con-
sensu, S. 13 fehlt bei S. ¹ reverendi, S. * III. fehlt bei §.
¹ ratam et approhatam, sicut in suis patet instrumentis, uni-
versi noverint, S.

vorkommt, welchen auch Voigt nicht kennt. Ferner hat Voigt Wim⸗
pfelings catalogus episc. Argent. p. 72 nicht gekannt, welcher
ſagt: anno 1286 egregia domus seu castellum cum sacello in
suburbano Argentinensi datum est a validis equestris ordinis
Blùmenower Theutonicorum ordini. Königsbofen ſagt, im Jahr
1302 ſei das Münſter in Straßburg von einem Biſchof ven Lace⸗
donien (Lacedämonien) neu geweiht worden. Code hist. et dipl. de
Strasbourg 1, 103. Die Prieſterbrüder des Teutſchordens, zu
welchen dieſer Biſchof Johann gehörte, wurden zum Almoſenſammeln
verwendet. S. Voigt a. a. O., Bd. 1, S. 283. Derſelbe ſcheint gar
nicht einer Landescommende der Ballei Elfaß angehört zu haben,
ſondern vom Hoſpital der heil. Eliſabetb in Nürnberg, das ſeit
1274 — 1309 Brüder zum Almoſenſammeln ausſchickte, geweſen zu
ſein. Vgl. Voigt a. a. O., Bd. 1, S. 261.

Quellenfammlung. 111.

105

Datum sub Hermanno, tunc abbate loci praememorati, ¹
anno 1288., in die beati Bartholomaei apostoli. *
[Exemplar Germanicum in fratris Nicolai ** collectaneis
require.] ² R

¹ am Ende des Satzes nach apostoli ſteht bei S.: H. abbate
praefati loci. * dieſer Satz fehlt bei S.
* 24. Auguſt. ** Nicolaus von Gerau, ſ. Einleitung S. 42.
*** Das Kloſter Schuttern war ſchon 1277 zu dem Orden der
Teutſchherrn in Freiburg i. B. in Beziehung getreten, wie eine
Urkunde im K. A. vom 1. Januar 1277 beweist, welche Dambacher
im 11. Bd. der Zeitſchr. f. d. Geſch. d. Oberrh. S. 249 — 51 aus
dem Hochbergiſchen Archive hat abdrucken laſſen. Auch im Schutter'
ſchen Archive befindet ſich ein Exemplar dieſer Urkunde. Da dieſelbe für
die Geſchichte der Teutſchherrn⸗Commende Freiburg nicht unwichtig
iſt und Voigts Angaben a. a. O. Bd. 1, S. 81, dadurch er⸗
gänzt und berichtigt worden, und weder Hennes, codex diploma-
ticus ord. s. Mariae Theutonicorum, noch Schreiber, Geſch. der
Stadt Freiburg, Bd. 1, S. 24 und 107 dieſelbe kennen, ſo mußte
ſie hier erwähnt werden. Sie gibt, wie die bei Hennes a. a. O.
S. 108, über das Verhältniß der Benediktiner und Teutſchherrn
und zugleich über die Stellung der letzteren zur Stadt Freiburg
und die dortigen Vorfälle 1283—90 Aufſchluß. Dieſelbe beginnt: „Von
gottes gnaden wir abbet Herman unde unſer ſamenunge von Schut⸗
tere duüͤn kunt allen den, die diſen brief ſehent oder hoͤrent leſen, daz wir
haben geluhen brüder Johanneſe Spoͤrlin von Vriburg und
den bruüͤdern von demme Duͤtſchen huſe ze Vriburg unſere hof ze
Diermondingen (Thirmendingen, eingegangener Ort im Amte
Emmendingen), der uns da lidic wart von hern Heinriche Spoͤr—
lin von Vriburg, umbe vierzie muͤtte, halb habern, balb rocken, den
Zins ſoll man uns ewicliche ze ſante Martins mes geben han alliu
iar Vriburgere meſſes“ n. ſ. w. Der Schluß der Urkunde lautet:
„Unde ich bruͤder Rudolf von Ofmenningen (Offnadingen im
Amte Staufen), der lantcomenture ze Elſaz unde ze Bur⸗
gendun unde ze Briſchowe (Breisgau), vergihe oͤch dez, daz
wir diſen zins ſuͤlnt gegeben han ze ſante Martins mes allin iar,
oder von dannan uͤber ein iar, oder man behabes denne lenger mit
eins abbetes willen von Schuttere, ſo ſoll der bhof lidic ſin, alſe
man in denne vindet. Unde daz diz ſtete unde veſte ewicliche blibe,
ſo benken wir abbet Hermann von Schuttere ze Urkuͤnde unſer
ingeſigel unde unſers conventes ingeſigel an dieſen brief. Daz uch
diz ſtete unde veſte ewicliche blibe unſer halb der brüdere vonme
Duͤtſchen huſe, ſo henke ich bruͤder Rudolf von Ofmenningen
min ingeſigel unde des comentüͤrs von Vriburg an diſen brief.
Unde von unſerre abbet Hermannes unde unſerre ſamenüͤnge
bette von Schuttere, unde von minre, brüder Rüdolfes, und
minre bruͤdere bette, ſo henket min herre, grave Egene, unde die
burgere von Vriburg iriu ingeſigele ze merre ſtetunge an dieſen
brief. Diz geſchach in deme cloſtere ze Schuttere vor der ſamen⸗
unge an deme abten dage dez heiligen winahtdages, do von Gottes
gebuͤrte warent duſent zwei hundert ſibenzice unde ſebs iar. Dirre
dinge ſint gezüge von Schuttere: prior Cuüͤnrat veon Stoͤf⸗
fenberg, der Lowe von Strasburg, brobeſt Burcart von
Herlesbein, barre Heinrich von Schowenburg, barre
ütrich von Almeshoven, der cuſter Gotfrit von Molles⸗
hein und die ſamenunge alle ſament von Schuttere, vor der
es oͤch geſchach. Von unſer halben aber der bruͤdere vonme dütſchen
huſe ſint gezuüge: bruͤder Burcart, der prieſter von Berne,
14


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