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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/mone1867-4/0145
Lebensbeſchreibungen der Aebte von Schönthal.

Schönthal iſt gedruckt bei Pez, thes. anecdot. tom I. p. 2
pag. 376. Von den Denkmälern in Schönthal ſind mehrere
in obig. Zeitſchr. beſchrieben Bd. 3 Hft. 2 S. 131. Bd. 4
Hft. 3 S. 449. Bd. 5 Hft. 3 S. 418. Audere Quellen⸗
ſchriften ſind außer den genannten ſpeciellen die allgemei⸗
nen Quellen des Ciſtercienſer⸗Ordens, z. B.: die staluta
selecta der Generalkapitel des Ciſtercienſer-Ordens bei
Martéène, hesaurus anecdot lom. IV. p. 1200 folgde.
Dieſelben gehen nur bis 1547. Die annales ord. Cisler-
ciensis von Manrique. Ferner die slaluta der Provinzial⸗
oder National⸗Kapitel, ſoweit ſolche im Drucke erſchienen
ſind, wie von den Jahren: 1654, 1733. Endlich das
Buch: Idea chrono-topographica congregationis Cister-
ciensis s. Bernardi per superiorem Germaniam 1720. 4⁰.
Von handſchriftl. Quellen wurden bisher bekannt: Ein
erneuertes (abſchriftliches?) Anniverſarienregiſter des Klo⸗
ſters, noch nicht gedruckt. S. obige Zeitſchr. Bd. 3 Hft. 2
S. 132. Nach Bd. 1 Hft. 4 S. 110 wurde dieſes Anni⸗
verſarienbuch, „Obleybuch“ genannt, 1347 verfaßt und
iſt im 16. Jahrhundert abgeſchrieben worden. Ein chro-
nicon abbalum monasterii Speciosae Vallis collectum per
Angelum Hebenstreit de anno 1661. Der Codex ſoll nach
Schönhut in derſelben Zeitſchr. Bd. 4 Hft. 3 S. 449 im
Jahre 1828 noch in Schönthal im Kloſterarchive geweſen
ſein. Der Abt Chriſtoph Hahn, der 1675 ſtarb, ſoll nach
Schönhut ein Verzeichniß ſämmtlicher Aebte und ein latei⸗
niſches Diarium hinterlaſſen haben. Aus einem Schön⸗
thaler Diplomatar, welches aber nicht näher bezeichnet
wird, hat Bauer in derſelben Zeitſchrift Bd. 1 Hft. 2
Anhang S. 13 und Bd. 1 Hft. 3 S. 95. Hft. 4 S. 90
Urkunden von 1295, 1220 und 1290 abdrucken laſſen.
Nach dem wirtenberg. Urkundenbuche Bd. 2 S. 300 exi⸗
ſtiren zwei Copeibücher des Kloſters Schönthal von 1512
und von 1618. Beide kann der Verfaſſer dieſer series ab-
batum benutzt haben. Stälin wirtenb. Geſch. Bd. 2 S.
717 führt die folgende handſchriftliche Quelle über Schön⸗
thal an: Bartholomäus Kremer: chronicon Schoentbalense,
auf der öffentlichen Bibliothek in Stuttgart, hist. Fol. Nr.
422. Der vollſtändige Titel dieſer Hſ. lautet chronicon
imperialis etc. monasterii b. M. v. de Schönthal o. Cist.
a venerahili p. Bartholomaeo Kremer, Amorbacensi, dicti
loci professo, successive bibliothecario, pistrinario, bur-
sario, priore aliorumque extraneorum officiorum sedulo
administratore ac seniore, qui obiit Heilbronnae in nostris
aedibus 1653, aetate 72 completa, sepultus in ecclesia
monialium s. Clarae virginis, conscriptum ex variis mo-
numentis et documentis, tam nostris quam alienis, pars
prima, ab origine monasteri, continet 6 quinquagenas
usque ad annum Chr. 1446 inclusive. Dieſer Titel iſt

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von jüngerer Hand, die Handſchrift ſelbſt eigenhändig von
Kremer geſchrieben. Dieſer theilte ſeine große Chronik
in quinquagenas ein, d. h. in Abſchnitte von 50 Jah⸗
ren. Schönhut (Schönth. Chronik S. 162) ſagt, Bartho⸗
lomäus Kremer ſei in Amorbach 1589 geboren und den
12. März 1661 geſtorben. Nach obigem Titel ſeines
Werkes ſtarb er 72 Jahre alt. Schönhut hat die fol⸗
gende Abts⸗Reihe nicht gekaunt, wohl aber die 2 Folianten
des chronicon Schönthalense von Kremer benützt. Dar⸗
nach iſt der zweite Band dieſes Werkes erſt zwiſchen 1850
bis 1866 verloren gegangen*.
Weitere, bisher nicht bekannte handſchriftliche Quellen
für die Geſchichte dieſes Kloſters ſind: Eine series abba-
tum et memorabilia von 1157—1636. Das Itinerar
eines Salemer Mönches von 1649, welcher als Viſitator
in dem genannten Jahre Schönthal beſucht hat, Hſ. im
hieſigen Archive Nr. 703 . Die Auszüge aus den Akten
des Generalkapitels der Ciſtercienſer von 1503, 1584 und
1586, Hſ. auf Papier in Folio o. N. in Colmar. Die bei⸗
den zuletzt genannten Hſſ. ſind in den Zuſätzen benützt.
Ferner ein Band Gedichte des bekannten Abtes Benedict
Knüttel, Hſ. auf Papier in Quart im Beſitze des verſtor⸗
benen Geiſtl. Raths Grieshaber in Freiburg. Sodann das
capitulum nationale in Fürſteufeld 1595, Hſ. im hieſigen
Archive Nr. 756 und die Statuten des Provinzialkapitels
in Kaiſersheim und Salem, 1626 und 1627, Hſ. im hie⸗
ſigen Archive Nr. 757.
Die unten abgedruckte Hſ. gehörte dem im Jahr 1866
verſtorbenen Geiſtl. Rathe und Profeſſor Grieshaber in
Freiburg, welcher ſie dem Archive mitgetheilt hat. Sie iſt
auf Papier aus dem 17. Jahrhundert (1636) und enthält
39 beſchriebene Blätter, durchſchuittlich 10 Zeilen auf der
Seite. Ihr Format iſt Quer⸗Duodez, wie das der ſogen.
Stammbücher. Dieſes Format iſt nicht zufällig. Schönthal
gehörte ſeit 1627 zur provincia Sueviae der congregatio
Germaniae superioris, welche in vier Provinzen zerfiel.
Die Ciſtercienſer⸗Klöſter dieſer Congregation haben ſeit
1624 bei den Viſttationen und General⸗ und Provinzial⸗
kapiteln ſich gegenſeitig ihre Gründungsgeſchichte und se-
ries abbatum mitgetheilt. Einen ſolchen Zweck hatte auch
die folgende Schrift, welche, wie ihr Format beweist, für
die Reiſen zur Viſitation oder dem Generalkapitel einge⸗
richtet war. Aus ſolchen Mittheilungen iſt auch der betref⸗
fende Theil der Einleitung und des Inhaltes des chronicon
Schoenthalense von Kremer entſtanden. Leider fehlt das

* Der zweite Band dieſer Chronik fehlt auf der Stuttgarter
Hofbibliothek. Daß ein ſolcher vorhanden war und wenigſtens bis
1636 reichte, beweiſt die unten abgedruckte Hſ., welche von der⸗
ſelben Hand geſchrieben iſt und bis 1636 geht.


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