Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., F 6339-16
Moriz-Eichborn, Kurt
Der Skulpturencyclus in der Vorhalle des Freiburger Münsters und seine Stellung in der Plastik des Oberrheins
Straßburg
Seite: 3
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Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



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I. KAPITEL.

Gesamtanordnung und Bedeutung der
Skulpturen.

Das Freiburger Münster zählt zu den ehrwürdigsten und
schönsten Denkmälern, welche die Baukunst auf Deutschlands
Boden geschaffen hat. Sein herrlicher Turmbau, dessen hochauf-
ragende, wunderbare Steinpyramide den Sieg des deutschen Genius
verkündet, hat nicht seinesgleichen, und in ähnlicher Weise uner-
reicht steht der Skulpturencyklus da, welchen die mächtige Vor-
halle, zu der sein unterstes Geschoss ausgestaltet ist, sorgsam be-
wahrt. Die gleichen Gestalten wie einst schauen auch heute noch
von ihren Wänden herab. Sie sahen Jahrhunderte kommen und
“ gehen und vieles sich im Laufe der Zeiten verändern, nur sie
selbst blieben unberührt davon. Die Anschauungen und Auf-
fassungen, deren lebendiger Ausdruck sie einst gewesen, wandel-
ten sich und wurden durch neue ersetzt, da schwand allmählich
auch das Bewusstsein ihrer Bedeutung, und ihr inneres Leben er-
starb. Aber wie eine alte Sage umschwebt sie geheimnisvoll ein
Wehen verklungener Zeiten, und der poetische Schimmer einer
RM fernen Vergangenheit erweckt sie zu neuem Leben. So reden sie
wieder in ihrer stummen Sprache zu uns und wissen vom alten
Freiburg und seinem Leben mehr vielleicht zu erzählen als die
spärlichen Urkunden, welche aus damaliger Zeit auf uns gekommen
sind. Denn ihre Sprache ist nicht gar so unverständlich und
dunkel, wie man wohl meinen mag; getrost wollen wir versuchen,


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