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– Atonaſterium Ehingenſe.
plicando angelanget / daß St. Joſten
„*
Gefaͤll à 70. in o. Gulden ſich Jaͤhr⸗
lich belauffend ihrer reſpectivè armen
Fabric moͤchten zugethan und unirt
werden ꝛc. ꝛc. darauff gleich zu Ein⸗
gang folgenden Jahrs mehr⸗beſagte
Capellen mit allen denſelben Ein⸗ und
Zugehoͤrungen der Stuͤffts⸗Kirchen
in Ehingen gantz voͤllig authoritate or-
dinariã üͦbergeben und einverleibt
worden / doch mit dem Beding / daß
monatlich ein Heylige Meß bey St.
Joſten fuͤr des Orths Gutthaͤter ſolle
geleßen werden / alles laut daruͤber
verfertigten Brieff de dato Coſtantz 4·
Januarii An. 1608. und wuͤrdet be⸗
ſtimbte Meß durch jenigen Stuͤffts⸗
Herren gehalten / ſo das Dorff Wey⸗
ler von Haus aus mit Predigen und
Meß⸗ leßen verſehet / die See ſerg⸗ a⸗
ber des Orths gehoͤrt dem Stuͤffts⸗
Pfarr⸗Herren zu / maſſen ſelbiges
Dorff mit allen Pfaͤrrlichen Rechten
der Mutter⸗oder Stuͤffts⸗Kirchen
ungehorig. Sornſten ſo werden ne⸗
ſen alldorten geleßen von unterſchied⸗
lichen Geiſtlichen / ſonderlich aber
wann ein Contagion unter dem lieben
Vich diſer Orthen graſſirt / wie dann
diſe Capellen gleich bald nach ſeiner
Erbauung zu einer beruͤmbten Wall⸗
fahrt erwachſen wider allerhand
Kraͤnckheiten des Vichs und dahero
auch ſelbiger Zeit mit mercklichen
Einkommen bereichet worden.
wuͤrden und Gnaden Herren Herren
Georgio Sigis nundo Muͤller Biſchof⸗
fen zu Heliopol und Weyh⸗Biſchoffen
zu Coſtantz ſolemniter reconcilirt/ und
der Altar zu Ehren Unſer lieben
Frauen 5. Jodoci und 5. Wendelir
Confeſſorum von neuem geweyhet
worden. Jaͤhrlich in der Creutz⸗/Wo⸗
chen gehen nit allein beede Staͤdt
Ehingen und Rotenburg proceſſiona-
liter dahin / ſonderen auch verſchidliche
uümbligende Dorffſchafften derglei⸗
chen Adacht verrichten / in diſer mehr
beſagten St. Joſten Capellen / deren
Adminiſtration dem FabricPfleger der
Stuͤffts⸗Kirchẽ zu Ehingẽ verbleibet.
Item lib. S. cap. 2. ſubdit idem
Cruſius: Anniverſarium An. 14 51. con-
ſtituit (Rudolphus de Ehingen) in Col-
en Jaͤhrlich vil Heylige Meſ⸗
Monat iſt diſe Capell von Ihro Hoch⸗
chen die Stadt Ehingen ſelbſt
legiatâ Eccleſià Ehingæ Nicranæ, teſtan-
te id ſeripto quodam Germanico: Ich
Graff Heinrich Boſcher zu den Zeiten
Caplan Unſer Lieben Frauen Capell
und Pfruͤnd auff der alten Stadt ꝛc.
Ad medendum ſcilicet animæ purgandæ
patris ſui Burcardi Zopfi, fratris ſui Wol-
ſii, matris ſuæ Luitgardæ, Kaifinæ de Lin-
gen, ſuæ proprie änimæ & uxoris ſuc
Agnetis & generi ſui & ſiliæ Agnetis, Al-
berti Truchſesſii de Bichſthuſen, Hugonis
& Burkardi Ehingerorum fratrum: cele-
brandum proxima ferid tertia poſt §. Fo-
annis aut oltovo die poſt: vigiliis, misſifica-
tione, cereerum accenſione, de ſuggeſtu
prædicatione. Ni quotannis hæc ſacra ſie-
rent: mullta erat, cum certis detimis in
Hoſzitale Rottenburgenſe pauperibus dan-
dau. Denuntiandus erat ille dies, quan-
docunque agendus eſſet domum Rudolphi.
Si quis inde compareret: bendò, ſin minus:
procedendum tamen erat. Conſirmavit
eas litteras Præpoſitus ejus Collegii: quod
unitam & incorporatam haber etiam al-
teram häànc mêmoratam Beatæ Virgi-
nis Capellami in vicino fundo Alten
Stadt locatam, eamque ſecundùm
ſtatum ſuum recens- antiquo-novum
alicubi deſcriptam in hæc verba: Die
Capellen Unſer Lieben Frauen zu All⸗
ten Stadt ein Viertl Stund auſſer
Ehingen am Necker an einem zimli⸗
chen hohen Berg / der alte Stadt⸗
Berg genannt / gelegen (wohin
nit allein in der Creutz-Wochen /
ſondern auch das Jahr hindurch von
umbligenden Staͤdten / Flecken und
Doͤrfferen vil verſchidliche offenliche
Proceſſiones angeſtellt werden) iſt S.
Mauritii Collegiat Stuͤfft zu Ehingen
von Alters her pleno jure incorporirt
und gantz voͤllig zugethan. Deſſen
Anfang oder Urſprung betreffend / ob⸗
wohlen die erſte Stuͤfftung nit eigent⸗
lich bekannt / ſo hat man doch aus be⸗
ſtaͤndiger glaubwuͤrdiger Tradition,
daß ſolche durch die uhralte Edle Rit⸗
ter von Ehingen beſchehen / von wel⸗
Stadt El den
amen empfangen / und ſie der Or⸗
then nit allein Decimatores, ſondern
noch uͤber das anſehlich beguͤtert ge⸗
weſen /ja noch ferners durch verſchidli⸗
che Stuͤfftungen und bia legata ſich
ſehr beruhmbt gemacht haben.
An. 1404. am anderte n Tag nach
dem Feſt des Heyligen Joannis des
Ppyyzs Lauf⸗
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