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Monaſterium AMaullrunnenſe.
kigkeiten bleiben / keiner den andern deren
entſetzen / verhinderen / betruͤben / ſonderlich
nach Goͤttlichen / Geiſtlichen und Kay⸗
ſerl. Rechten der Kirchen und Gottergeb⸗
ne Guͤter niemand einnemmen / noch die
Innhaber derſelben deren eigens Gewalt
unzimlicher Weiß entſetzen oder berauben /
ſondern ein jeder bey ſeiner Haab und Guͤ⸗
teren / auch derſelben Verwaltung wie
von Alter herkommen / geruweglich gelaſ⸗
ſen werden ſolle / alles bey Vermeidung
der Poͤnen beruͤhrten Land⸗Friedens / und
Unſer und des Heil. Reichs Acht und Aber⸗
acht / wiewol er auch bißher unverhindert
menniglichens nach lang und von Alter
hergebrachter Gerechtigkeit freyer Admi-
niſtration und Verwaltung gemeldten
Gottshaus Maulbronn und deſſelben
Guͤter / wie ſich das von recht wegen ge⸗
buͤhret / ruwiglich geweſen / ſo ſolleſt du doch
des allen unangeſehen kurtz verſchiener
n etliche deine Raͤth mit Credentzen
und vermeynten Gepots⸗-Brieffen in ge⸗
meldt Gottshaus verordnet / geſchickt und
befohlen / daß Er und die vom Convent
denſelbigen nachkommen / und biß zu wei⸗
ter deiner Verordnung geleben / erwarten
und gefolgen. Deßgleichen Veraͤnderung
oder Verkauffens des Cloſters Guͤter oder
Fruͤchten / ohne dein Vorwiſſen und Bewil⸗
ligen ſich enthalten ſollen / auch alle Ge⸗
faͤll / Rennt / Guͤlt / was an Geld / Fruͤch⸗
ten / Wein / Zehenden / eigen Gewaͤchs /
Bau⸗Waͤlden / Fiſch⸗Waͤſſeren / Kleino⸗
dien / Paarſchafften / Brieff und Siglen
verhanden / was auch durch ihne in fuͤnff⸗
zehen Jahren uffgenommen / verkaufft o⸗
der abgeloͤſt / eigentlich zu inventiren / be⸗
ſchreiben / mit ſeinem und Convents Inſig⸗
len zu beſiglen / in ein Gewelb / darzu Du /
Er und Convent jeder einen Schluͤſſel ha⸗
ben ſolle / zu beſchlieſſen / und uͤber das ein
Convent / wie er erzehlt / unverſehentlich
uͤberfallen / darumb auch begehret ſolches
an ihne Abbt Johannßen abweſenden ge⸗
langen zu laſſen / dieſelben deine Raͤthe mit
beruͤhrtem Befelch ernſtlichen fuͤrgefah⸗
xren und gehandlet / auch die Conventua⸗
len zu ungebuͤhrlichen Geluͤbden getrun⸗
gen haben / unbillicher eigengewaltiger
Weiß / wie beruͤhrt gemeldten rechtem
Landfrieden und Abſchieden zuwider / auch
des Gottshaus verderblichen Nachtheil
und Schaden / und darauff umb nottuͤrff⸗
tig Huͤlff des Rechten / und nachfolgend
Mandat demuͤtiglich anruffen und bitten
—K997
laſſen. Wann Wuͤr nun menniglichen
Rechtens zu verhelſſen ſchuldig und geneigt
ſeyn / ihn auch ſolch Mandat erkennt wor⸗
den iſt / darumb ſo gebieten Wuͤr dir von
Roͤmiſcher Kayſerlicher Macht / bey Ver⸗
meidung der Poͤnen / in beruͤhrten Land⸗
Frieden und Abſchieden begriffen / hiemit
ernſtlich / und wollen / daß du alsbald nach
Uberantwortung oder Verkuͤndigung diß
Brieffs von obberuͤhrter angezogener fuͤr⸗
genommener deiner Handlung abſteheſt /
auch gemeldte Conventualen beruͤhrter
abgedrungener Geluͤbden wiederumb er⸗
laſſeſt / ſie derſelben frey ledig ſageſt / dar⸗
zu gedachtem Abbt Johannſen als einen
Praͤlaten in ſeiner Verwaltung und Ad.
miniſtracion unvergwaͤltig und uͤnbetruͤbt
bleiben laſſeſt / und in ſolchem allem und
jedem nicht ungehorſam ſeyeſt / als lieb dir
ſey obgemeldte Poͤnen zu vermeiden / daran
thuſt du Unſer ernſtliche Meynung ꝛc.
Geben in Unſer und des Reichs Stadt
Speyr ꝛc. ꝛc.
Anno 153 5. Gitatio Cæſareæ Ca-
meræ Spirenſis antedictæ ad viden-
dum declarari, ſe incidiſſe in poœnam
ſic habet: Maulbrenn contra Wirten-
berg: Wuͤr Carl der Fuͤnffte von Got⸗
tes Gnaden / Roͤmiſcher Kayſer / zu allen
Zeiten Mehrer des Reichs / zu Germani⸗
en / zu Hiſpanien / beeder Sicilien / Hieru⸗
ſalem / Hungarn / Dalmatien / Croatien /
Koͤnig ꝛc. ꝛc. Ertzherzog zu Oeſterreich /
Herzog zu Burgund / Graffe zu Tyrol ꝛc.
entbieten dem hochgebornen Ulrichen Her⸗
zog zu Wuͤrtenberg und Teck / Graffen
zu Muͤmpelgard / Unſerem lieben Oheimen
und Fuͤrſten / Unſer Gnad und alles Guts.
Hochgeborner lieber Oheim und Fuͤrſt,
Wiewohl Wuͤr Dir verſchiener Tagen
durch Unſer / auf Anruffen des Ehrſamen
Unſers lieben andaͤchtigen Johannſen /
Abbts zu Maulbronn / an Unſeren Kay⸗
ſerlichen Cammergericht an dich ausgan⸗
gen / und verkuͤndt Kayſerliches Mandat
ernſtlichen bey Poͤn / in Unſerem und des
Reichs Land⸗Frieden und Abſchieden be⸗
griffen / gebotten / alsbald nach UÜberant⸗
wortung oder Verkuͤndigung ſolches Un⸗
ſers Mandats / von darinn angezognen
ungebuͤhrlich fuͤrgenommenen Handlun⸗
gen abzuſtehen / die Conventualen der ab⸗
getrungenen Gluͤbden zu erlaſſen / und
ſie derſelben frey ledig ſagen / gedach⸗
ten Abbt als einen Praͤlaten in ſei⸗
ner Verwaltung und Adminiſtration
Ffff 2 unver⸗
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