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168 § 23. Das Ende der Germania sacra mit der Säkularisation St. Blasiens
politischen Leben des Reiches eine Rolle gespielt. Deshalb
hätte er auch die Profangeschichte der Bischöfe, der verschie*
denen mit dem Bistum bald verbundenen, bald von ihm ge*
trennten Gebiete, der Adeligen und der übrigen Bevölkerung
mit in seine Konstanzer Geschichte aufgenommen. So sehr
man diese Gründe verstehen kann, so sehr muß man doch
vom Standpunkt des ganzen Unternehmens aus, das damals
keineswegs schon vollständig aufgegeben war und in ruhige*
ren Zeiten wieder Neubearbeitungen anderer Diözesen brin*
gen konnte, diese Durchbrechung eines wichtigen, wohl über«
legten und wieder und wieder verteidigten Grundprinzips
tadeln. Auch vom rein praktischen, kaufmännischen Stand*
punkt aus. Denn der in I 1 und I 2 (1862 (!) erschienen) von
der politischen Geschichte beanspruchte Raum ist größer als
I 1 selbst. Das heißt: glatt ein starker Quartband von 600
Seiten hätte bei zwei Bänden eingespart werden können,
wenn Neugart beim System Gerbert—Ussermann sein Ge=
nügen gefunden hätte!
Die Disposition der zwei zusammengehörigen Bände ist
folgende:
Band I 1 Prolegomen a.
Dissertatio I. De finibus episcopatus Constantiensis
(p. I—IX).
Dissertatio II. De fide diplomatis Friderici I. imp.
(p. IX—XIV).
Dissertatio III. De partitione territorii Constantiensis
politica (p. XIV—XCV).
Dissertatio IV. De partitione territorii Constantiensis
ecclesiastica (p. XCV—CXXII).
Dissertatio V. De praecipuis incolis territorii Constan«
tiensis eorumque religione primis quinque eccle*
siae saeculis (p. CXXII—CXLI).
Dissertatio VI. De prima episcoporum Constantiensium
sede ejusque translatione (p. CXLII—CXLVIII).
Parsl. Annales Episcoporum.
Saeculum VI. (p. 1—23).
Saeculum VII. Status Reipublicae — Episcopi (p. 24—
49).
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