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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/pietzsch1877/0031
kleines, etwas so enges, dass er das Herz eines grossen Mannes
nicht würdig ausfüllen könne? "Was ist die Liebe zum Vaterland
? Die Liebe, die wahrhaftig Liebe ist, haftet nie auf
Vergänglichem, sondern sie entzündet sich und ruht allein
in dem Ewigen. "Wer sich nicht als ewig erblickt, der hat
keine Liebe und kann auch nicht lieben ein Vaterland, dergleichen
es für ihn nicht gibt. "Wer zwar vielleicht sein unsichtbares
Leben, nicht aber sein sichtbares als ewig erblickt,
der mag wohl einen -Himmel haben und in diesem sein Vater-
land, aber hienieden hat er kein Vaterland, denn auch dies
wird nur unter dem Bilde der Ewigkeit, und zwar der sichtbaren
und versinnlichten erblickt. Und diese sichtbare Ewigkeit
ist die ganze Eigenthümlichkeit eines Volks an Sitte,
Gewohnheit, Denk- und Anschauungsweise. Diese zu achten,
sich ihrer zu freuen, sie rein zu erhalten vor Einmischung
und Verderbung durch irgend ein Fremdes, den theuren Besitz
ungeschmält der Folgezeit zu überliefern, ihn, wenn es nötliig
wird, mit dem Schwerte zu vertheidigen, das ist Liebe, Begeisterung
fürs Vaterland.

Es ist der natürliche Trieb jedes Jlenschen, ewig dauerndes
zu flössen in sein irdisches Tagewerk und das Unvergängliche
im Zeitlichen selbst zu pflanzen und zu erziehen. "Wer
will nicht in seinen Kindern und wiederum in den Kindern
dieser sein eigenes Leben auf eine verbesserte "Weise wiederholen
und in dem Leben derselben veredelt und vervollkommt
auch auf dieser Erde noch fortleben, nachdem er längst gestorben
ist?

Und Avas vermag dieser Anforderung, was diesem Glauben
Gewälir zu leisten, als die Ordnung der Dinge, die wir für


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