Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Bibliothek, Frei122-Z5
Aksakov, Aleksandr N. [Begr.]
Psychische Studien: monatliche Zeitschrift vorzüglich der Untersuchung der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens
35. Jahrgang.1908
Seite: 295
(PDF, 215 MB)
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Bormann: Steuer der Wahrheit zu Kant's „Vorlesungen* etc. 295

er innerlich auch diesen dogmatischen Sätzen zu. Ueber-
haupt scheint es mir, dass er sich in seinem mündlichen
Vortrage unmittelbarer gibt, als in seinen Schriften,
dass er vor den Studenten das, was ihn am tiefsten bewegte
und trieb, was die Hauptabsicht bei seinem
Philosophieren war, die Befestigung von
Moral und Religion, besonders stark hervortreten
Hess. [Nach Kanfs eigenem kurzem Wort ist, wie ich einschalte
, Philosophie soviel wie „Weisheitslehre in der Bedeutung
, wie die Alten das Wort verstandenals „Anweisung
zum Begriffe, worin das höchste
Gut zu setzen, und zum Verhalten, durch
welches es ? u erwerben sei." Kr. d. Pr. Vn.
Kehrbach S. 130—131.] Darum die ausgeführte rationale
Psychologie, die ausgeführte Theologie» Wir lernen ihn so
aus den Vorlesungen in seiner innersten Arbeit, in seinem
Drang nach etwas Positivem, aber auch in seinem Schwanken
besser kennen, als aus seinen von ihm selbst herausgegebenen
Werken. "Nicht selten kommt ein prägnanter
Ausdruck der innersten Ueberzeugung, durch den er seinem
Herzen dann Luft macht, zu Tage. Schon wegen
dieses deutlicheren Hervortretens der
ganzen Persönlichkeit K ani's sind die Vorlesungen
von nicht zu unterschätzendem
Werte.* — Widersprüche zur kritischen Philosophie in
diesen Vorlesungen gibt Heinze so gut zu, wie manche
Widersprüche innerhalb der kritischen Philosophie, von
denen ich nach meiner Kenntnis und Ueberzeugung nur
bemerken möchte, dass sie sich auf Hauptsächliches gewiss
nicht erstrecken und in keinem Falle so übertrieben
werden dürfen, wie es hie und da geschiebt. Sodann bringt
Heinze Kanfs eigene Stimmen über diese Vorlesungen aus
verschiedenen Jahren in Anschlag. An Marcus Herz schrieb
Kant, dass „in seinen Vorlesungen manches besser als
sonst auseinandergesetzt41 und „manches, worüber er gerade
forschte, eingeflossen sei". Noch gegen Ende seines
Lebens hegte er den Wunsch, seine Vorlesungen herausgegeben
zu sehen. -

gerade in dem betr. Abschnitt die Berechtigung einer Annahme
unserer transscendentalen Wesenheit verteidigt Am allerwenigsten
ist also in den Worten an Laharpe das Zweideutige und Versteckte
zu finden, das man (wie z. B. H. Hettner) ihnen schuldgeben wollte.
Kant durfte sich wundern, dass Laharpe nicht bei seinen Schriften
Auskunft suchte, an die er ihn verwies. Zudem liebte Kant philosophische
Gespräche, wie wir durch Jachmann wissen, beim Diner nicht
(s. Jachmatm, Immanuel Kant Ein Lebensbild. Brief XIII.) B.


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