Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Bibliothek, Frei122-Z5
Aksakov, Aleksandr N. [Begr.]
Psychische Studien: monatliche Zeitschrift vorzüglich der Untersuchung der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens
35. Jahrgang.1908
Seite: 421
(PDF, 215 MB)
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Klinckowstroem: Wünschelrute und Pendelphänomen. 421

wäre. Indessen hätte der Versuch noch nach verschiedenen
Direktionen müssen wiederholt und der Elektrophor an
verschiedene Orte gesetzt, das Stativ aber von verschiedenen
Personen müssen angerührt werden, um mich zu überzeugen,
dass die Direktion der Kugel bloss von der Person des
Herrn Sch. und dem einige Schritte entfernten Elektrophor
herrühie.*) Besonders müsste meines Erachtens die Kugel
nicht an einem hölzernen Stative, das immer leicht
beweglich bleibt, ob es gleich mit einem Steine
beschwert war, sondern an einem in der Mauer stark befestigten
eisernen Stabe hängen. Mit dem besten Willen,
die Wahrheit zu erforschen, kann sonst der Beobachter,
ohne dass er es selbst merkt, das Stativ durch etwas stärkere
Berührung in Bewegung setzen, und die Direktion
(sc. der in Schwingung geratenen Kugel) kann zufällig nach
der Gegend gehen, wo der Elektrophor steht. Nachdem
die Kugel wieder ruhig war, berührteich, ohne dass
es jemand merkte, das Stativ ziemlich leise, und
sogleich bewegte sich die Kugel, und, wie es
mir schien, eben nach der vorigen Direktion. Dies war
nichts als die Wirkung der Erschütterung, welche die Berührung
meiner Hand einem etwa drei oder vier Zoll dicken
Holze gab« Ich traue mir keinen besonderen Magnetismus
zu."

Dazu ist zu sagen, dass, wie bei Ritter'% Experimenten,
so auch bei denen Schäffer** die rein ideomotorische Erklärungsweise
doch nicht genügen dürfte. Dasselbe Schauspiel
wiederholt sich ein halbes Jahrhundert später beim
sogenannten Tischrücken, bei dem die Männer der exakten
Wissenschaft auch nichts von elektrischer oder magnetischer
„Innervation" wissen wollten. — Ferner enthält der „Gothaische
Kalender auf das Jahr 1809. Tübingen." S. 1—19
einen gut geschriebenen Aufsatz über die Wünschelrute, in
welchem der anonyme Verfasser nach einem kurzen Ueber-
blick über Wesen und Geschichte der Erscheinungen eingehend
auf Ritterh Versuche zu sprechen kommt. Er urteilt
günstig von denselben und glaubt ihnen einen grossen
Wert beilegen zu dürfen**)

*) Nicolai hat also keine detaillierten Versuche zu sehen bekommen
. Diese Vorwürfe treffen daher Schäff'er nicht so ganz.

**) Ein späteres Werk, das sich u. a. auch eingehend mit dem
Pendelphänomen beschäftigt, ist: L Figuier, „Histoire du merveilleux
dans les temps modernes. 4 vols. Paris 1860", später erschienen
in einem Bande unter dem Titel: ,Les mysteres de la science.
Paris, o. «F.* (S. 543 ff.) Carus Sterne'a Werk: „Die Wahrsagung

jetzt noch nicht einsehen können.

Weimar 1862* habe ich bis


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