Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Bibliothek, Frei122-Z5
Aksakov, Aleksandr N. [Begr.]
Psychische Studien: monatliche Zeitschrift vorzüglich der Untersuchung der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens
35. Jahrgang.1908
Seite: 422
(PDF, 215 MB)
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422 Psychische Studien. XXXV. Jahrg. 7. Heft. (Juli 1908.)

Endlich habe ick noch einiges über Ritter^ „Widerruf
" nachzutragen, resp. zu berichtigen. Das G-erücht davon
hatte seinen Ursprung in einem anonymen Brief aus
München, den die „Berlinischen Nachrichten" im Jahre
1810 brachten. Es hiess dort u. a.: „Ritter ging wie ein
Mann voll Kraft und Milde aus der Welt. Er war von
seiner naturhistorischen Verirrung, die er in seinen „Fragmenten
"*) fast noch wütender als in irgend einer anderen
Schrift ausgesprochen, vor seinem Tode völlig zu-
rückgekommen. Er erklärte mir stammelnd, er wolle,
wenn er wieder ins Leben zurückträte, das Neue völlig
verlassen und sein Altes zu vollenden suchen/'

Dieser Darstellung des Münchner Anonymus trat Ad.
Ferd. Gehlen, der geistige Erbe Ritter's, in if. Zschokke's
„Miscellen für die Neueste Weltkunde. Aarau 1810." S.
105 ff. mit aller Entschiedenheit entgegen. „Ich habe,"
sagt Gehlen, „mit dem Verstorbenen last täglich Umgang
gehabt. Ich bin in den letzten Wochen seiner tötlichen
Krankheit wenig, in den vier jüngsten Tagen seines Lebens
Tag und Nacht nicht von seiner Seite gekommen: aber nie
hat er erklärt (und ich muss gestehen, in dem Glauben zu
sein, er würde es hier gegen mich am ersten getan haben),
dass er seine neuen Untersuchungen, namentlich die über
animalische Elektrizität und unterirdische Elektrometrie
usw. verlasse und für Täuschung erkenne, nie nur auf so
etwas hingedeutet. Dasselbe bezeugt der akademische Eleve
Ignaz Mayer, . . . ebenso Dr. Ruhland . . . und Dr. Spix"
Es scheint demnach ausser aller Frage, dass Ritter auch
nicht einen Augenblick einen Zweifel an der Richtigkeit seiner
ner Beobachtungen gehabt habe. — Ich hoffe später noch
einmal eingehend auf Ritter zurückkommen zu können.**)

*) „Fragmente aus dem Nachlasse eines jungen Physikers.
Heideiberg 1810", 2 Bde.

**) Ich möchte hier noch kurz bemerken, dass Dr. Ii. Harnack'%
neuerliche Versuche über Hautelektrizität und Hautmagnetismus
des Menschen sehr geeignet sind, neues Licht auch auf den ganzen
Komplex unserer Erscheinungen zu werfen. Einen gut orientierenden
Aufsatz aus der Feder von Dr. F. Freudenberg brachte über
Harnack's Forschungen kürzlich die „Uebersinnl. Welt* (Maiheft).


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