Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Bibliothek, Frei122-Z5
Aksakov, Aleksandr N. [Begr.]
Psychische Studien: monatliche Zeitschrift vorzüglich der Untersuchung der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens
35. Jahrgang.1908
Seite: 435
(PDF, 215 MB)
Bibliographische Information
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Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie

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Literaturbericht. 435

Beispielen, wie man den zahllosen physischen Affektionen, welche
auf rein psychischem Wege, infolge der auf das eigene Ich konzentrierten
Aufmerksamkeit oder unter Mithilfe der sensiblen Reizbarkeit
und der Gemütserregbarkeit zustande kommen, durch rationelle
Selbsterziehung wirksam begegnen kann. Die Befolgung
dieser Batschläge würde manche Krankheiten beseitigen, die jetzt
nicht nur für die Kranken, sondern auch für die Familienangehörigen
eine förmliche Quelle des Unglücks sind. Sehr gefallen hat
uns der Satz: „Es ist geradezu gefährlich, ohne Religion oder ohne
Philosophie durchs Leben zu gehen." Wienhold.

Philosophische Propädeutik für den Gymnasialunterricht und das Selbststudium
, bearbeitet von Dr. Otto Wtltmann, k. k. Hofrat, Universitätsprofessor
i.R. Zweiter Teil: Empirische Psychologie. Zweite,
verbesserte Auflage. Freiburg im Breisgau. Eerdefsche Verlagshandlung
1908. Gross 8°. 179 S. Preis M. 2.50, geb. M. 3.—.
Die auf die alte Vermögenstheorie nach den Grundanschauungen
der aristotelisch - thomistischen Philosophie begründete empirische
Psychologie zerfällt in vier Teile: Sinn und Trieb, Vor-
stellungs- und Interessent eis, Verstand und Wille, Vernunft und
Gemüt. Wir unterlassen eine Auseinandersetzung mit den Grundanschauungen
und weisen lieber auf die mancherlei praktischen
Vorzüge des Werkes hin. Es reflektiert auf des Lesers inuere
Tätigkeit, reizt zum Beobachten der eigenen seelischen und geistigen
Erlebnisse, leitet an zum Eindringen in die Gedankengebilde
anderer Menschen, zieht mit Geschick Lesefrüchte aus alten und
modernen Klassikern herbei und benutzt Dichterstellen, Sentenzen,
Sprichwörter usw. besonders in der scharfen Prägung der Alten als
Quellen empirischer Seelenlehre; es zergliedert die auf Induktionen
älterer und ältester Zeit beruhenden sprachlichen Ausdrücke für
Seelentätigkeiten und Seelenzustände und deckt hierbei die Geistesarbeit
auf, die in mancher dieser Bede Wendungen liegt, bringt
schliesslich auch sachdienliche Notizen philosophiegescbichtlicher
Art. In allem aber zeigt sich das Talent des theoretisch und praktisch
feingebildeten Pädagogen. Wienhold.

Zwei Fragen an die Mitglieder des deutschen Monistenbundes von 0. D.

Chwolson, ord. Professor an der kaiserlichen Universität zu St.
Petersburg. Braunschweig, Druck und Verlag von Friedrich Vie-
weg und Sohn. 1908. 31 S. Gross 8°. Preis geh. M. 0.75.

Ein vernichtender, aber wohlverdienter Schlag gegen die
Häupter des deutschen Monistenbundes! Bedauerlich, dass der
greise Forscher, der grosse Bioiog, der aber nicht imstande ist, sich
„auf dem Gebiete physikalischer oder allgemeiner exakter Wissenschaft
zurecht zu finden," mit Hartnäckigkeit an klarliegenden Irrtümern
festhält, die grosse Menge mit seinen „ Welträtselntt irreführt
und den, der ihm zu widersprechen wagt, mit einer Flut von Schmähworten
überschüttet! Bedauerlich, dass ein anderer Gelehrter in
Jena seinem russischen Kollegen einen sehr fragwürdigen Beweis von
literarischem Anstände liefert! — Chmotson's Schrift wird sicher zur
Aufklärung beitragen und wegen ihrer strengen Sachlichkeit, ihres
markigen Ausdruckes und ihrer ruhigen Würde allen Lesern gefallen
. Sie sei aufs wärmste empfohlen! Wienhold.

Hegel, Haeckel, Kossuth und das zwölfte Gebot. Eine kritische Studie
von 0. D. (jhwolsoUj ord Prof. an der kaiserlichen Universität zu
St. Petersburg. Zweite durchgesehene und ergänzte Auflage.
Braunschweig, Druck und Verlag von Friedrich Vteweg und Sohn.
1908. 90 S. Gross 8°. Preis M. 1.60.


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