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. • Oilseii; Psychologie und Spiritismus. * 477 .
sich, weil zu dünn, am Augenschein zersplittern/ Und in
der Tat, - wenn die überangestrengte Ewapid eine weitere
, Leistung für den folgenden Tag verweigerte, so hatte sie
dazu allen Grund, da sie einen Misserfolg fürchten nausste. *
Ebenso übertrieben subtil ist 3forselhfB Erklärung der
Levitation Eüsapia's, welche „langsam.yor sich geht* ohne
Stösse (irrtümlich fugt er bei: „nicht jedoch wie von einer .
von aussenher wirkenden Kraft getragen41), wie bei einem
Individuum, das sich im Traume vorstellt, es fliege. * Alier
einer, der zu fliegen träumt, hat die Empfindung, es in
einem Zuge plötzlich rasch zu tun und nicht mit seinem ,
Stuhle unter sich, niemals langsam von unten nach oben.
[? — Red.] Und dann, was hat eine Illusion, die er oben-
. drein unrichtig darstellt, mit einem wahren, handgreiflichen *
Vorfalle zu tun?
Ferner ist zu bemerken, dass M.f wenn er neuen und
wichtigen Tatsache« gegenübersteht, dieselben aus Ueher-
, mass von Unparteilichkeit in Zweifel zieht; so findet er
das Gewicht der Eusapia nach der Sitzung um 2,260 .kg
verringert, meint aber, die gleiche Gewichtsabnahme habe
auch bei ihm stattgefunden infolge lebhaften Sichbewegens
und Schütteins auf der Wage, wodurch dieselbe aus dem
Gleichgewichte gekommen sei. Nun wäre seine Bemerkung
richtig, wenn die Eusopia^sich bewegt hätte; aber mehr als
einmal hat er selbst zugegeben, dass dieselbe sich nicht
rührte, sondern regungslos auf der Wage stand. Es liegt
auf der Hand, dass das Experiment, um gleiches Resultat
zu liefern, in gleicher und nicht in abweichender Weise
hätte verlaufen müssen; und stimmt diese Gewichtsabnahme
nicht auch mit den früher von Gyel und Aksakow und in-
dirökterweise von Visani Sco2zi (als er siö während der
Levitation die untereü Glieder verlieren sah) gemachten
Beobachtungen zusammen?
Und doch, legt er auf die Einbusse an dynamometrischer
Kraft bei fünf Mitsitzenden (von 6 kg zur Rechten und 14
zur Linken) ein gewisses Gewicht, während diese Tatsache
sich nicht nur aus der Linkshändigkeit der Eusapia, sondern
auch aus ihrer Müdigkeit infolge einer langen und anstrengenden
Sitzung erklären lässt. —
Eise Tatsache dagegen, die grössere Beachtung ver*
dient hätte, ist diese: dass das für gewöhnlich linksbändige
-Medium in* einer Sitzung rechtshändig, und er, Morselli,
linkständig wurde! Sie bestätigt die vorübergehende Links-
• händigkeit des Dr. Andenim im anormalen Zustande und
das u eberspritogen der Anomalien der Medien
auf die Anwesenden; und die Linkshändigkeit der
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