Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Bibliothek, Frei122-Z5
Aksakov, Aleksandr N. [Begr.]
Psychische Studien: monatliche Zeitschrift vorzüglich der Untersuchung der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens
35. Jahrgang.1908
Seite: 554
(PDF, 215 MB)
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554 Psych. Studien. XXXV. Jahrg. 9. Heft. (September 1908.)

aber mit Entwicklung verbundene Fortdauer nach dem
Tode; die individuelle Präexistenz; der Umstand, dass das
Leben eine Selbstverordnung des „transzendentalen Subjekts
" (du Prel), der menschlichen Monadeu (Goethe), ist;
die Einschränkung des Bewusstseins infolge der irdischen
Verkörperung, welche Einschränkung von Goethe wiederholt
ausserordentlich glücklich als „körperliche Verdüsterung der
Entelechie" bezeichnet wird; die damit zusammenhängende
Doppelnatur des Menschen, vermöge welcher er aus einer
übersinnlichen und einer irdischen Wesenshälfte besteht;
der fernere Umstand, dass die organisierende Kraft des
Menschen in ihm selbst wurzelt, sodass also die Seele nicht
der Gast, sondern der Architekt des Körpers ist; endlich
die Existenz eines Geisterreiches, ja einer ganzen übersinnlichen
Welt. — Die Belege für diese Anschauungen finden
sich, soweit sie nicht im vorhergehenden schon enthalten
sind, in meiner Schrift »Goethe und der Materialismus".

Hiernach darf wohl behauptet werden, dass man entschieden
zu weit geht, wenn man glaubt, Goethe'* Stellung
zum Okkultismus als „quantite nßgligeable" betrachten zu
dürfen. Jedenfalls bat er - und das ist, um es noch einmal
zu betonen, der springende Punkt — die Möglichkeit
und Tatsächlichkeit okkulter Phänomene in ungewöhnlich
weit gehender Weise anerkannt. Eugen Dühring hat denn
auch den seltenen Mut gehabt, den Denker Goethe wegen
seines Mystizismus „niedriger zu hängen". Wer aber mit
Emerson daran fest hält, dass „der alte ewige Genius, der
diese Welt auferbaute, sich ihm {Goethe) mehr anvertraut
hat, als je einem andern," dem sollte, falls er ein Gegner
des Okkultismus ist, Goethe^ Stellung zu dieser Geistesrichtung
mindestens zu denken geben.

III. Abteilung.

Tagesneuigkeiten, Notizen tu dergl.

Kurze Notizen«

ä) Ueber drei interessante Prophezeiungen
berichtet h - n. in Nr. 3 der „Bibl. der Unterh. und des
Wissens" (Union, Stuttgart, 1907), wie folgt: Der berühmtesten
Schauspielerin der Gegenwart, Eleonora Buse, wurde ihr
Schicksal unter eigentümlichen Umständen von ihrer eigenen
Mutter prophezeit. Als das Kind nur wenige Tage alt
war, setzte man es in einen Korb, um es nach Venedig zu


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