Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Bibliothek, Frei122-Z5
Aksakov, Aleksandr N. [Begr.]
Psychische Studien: monatliche Zeitschrift vorzüglich der Untersuchung der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens
35. Jahrgang.1908
Seite: 569
(PDF, 215 MB)
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Peter: Miller in Paris

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Sitzung war geschlossen. Betty war verschwanden und in
demselben Moment steht das Medium vor den Anwesenden.

Die dritte Sitzung fand am 21. Juni 1908 statt
Ausser den bisher genannten nahmen Mr. Vesmet Direktor
der „ Annales des Sciences Psych.", ferner Major Mantin,
Dr. Papus und der Major Mr. Bärget usw. teil; im
ganzen 36 Personen. Darunter befanden sich viele Skeptiker
, was dem Medium bekannt war und es sehr beunruhigte
. Da trotz aller Beschwichtigung es nicht gelang,
Miller zu beruhigen, so musste die Seance darunter leiden.
Sie war auch für das Medium ungewöhnlich anstrengend,
da es lange nicht in Trance kam» Während Mr. Miller
neben dem Kabinett sass, kamen nach einander fünf Gestalten
, darunter ein Kind; alle waren mehr ätherisch, als
fest materialisiert. Das Medium geht nun ins Kabinett
mit den Worten: „Ich werde in mein kleines Gefängnis
gehen." Betzy ist sehr nervös. Bei jeder Erscheinung ruft
sie aus dem Kabinett: „Nicht anrühren!" Als ihr Mme.
Letort sagt, sie brauche sich nicht zu beunruhigen, antwortet
Betzy: „Ich weiss es besser, als irgend jemand, woran
man denken muss!" Miller war in Sorge und dies
regte offenbar Betzy auf. Im ganzen zeigten sich nach einander
neun Phantome.

Unter anderem kam wieder jene leuchtende Kugel, von
oben herab schwebend (von links nach rechts). Als sie den
Boden berührte, entwickelte sich die Gestalt allmählich;
sie nahm das Aussehen einer Puppe an, deren kleine Arme
etwas zu bearbeiten schienen, und bald stand die vollendete
Gestalt in leuchtend weissem Gewände vor den Zuschauern.
„Mutter Sadi," sagte sie; „ich bin die Mutter der Mütter;
ich komme, Euch zu helfen und Euch alle zu segnen, denn
ich lese in Euren HerzenS Sie erhob die Hand, wie zur
Benediktion. Betzy erklärte, dass Mutter Sadi aus dem
alten Aegypten sei, die Mutter eines Ordens, der noch in
Kalifornien existiere unter dem Namen des „Sonnenengei-
ordens des Lichtes" (! — Red.). Mr. Beianne hatte die Gestalt
mit dem gelben Teint deutlich gesehen. Nun erscheinen nach
einander zwei Gestalten, welche der Skeptik schwer auf die
Nerven gehen werden. Zuerst Katharina von Bora, die Frau
Luther'sl Sie ist klein, in schöne weisse Gewänder gehüllt.
Sie wendet sich zu Pastor Btnezech und spricht zu ihm in
reinem Deutsch. „Sie müssen für den Spiritismus arbeiten,"
sagt sie, „und das Licht verbreiten, das Sie eben gefunden
haben" usw. Darauf zieht sie sich zurück und es folgt
eine grosse männliche Gestalt, tief verschleiert. „Melanch-
ton," sagt die Erscheinung. Philipp Melanchton?" fragen


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