Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Bibliothek, Frei122-Z5
Aksakov, Aleksandr N. [Begr.]
Psychische Studien: monatliche Zeitschrift vorzüglich der Untersuchung der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens
35. Jahrgang.1908
Seite: 664
(PDF, 215 MB)
Bibliographische Information
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664 Psych. Studien. XXXV. Jahrg. 11. Heft. (November 1908.)

befindliche Mrs. Zancig übertragen werden sollte, so richtete
er lediglich — stets im gleichen Ton — die stereotype
Frage an sie: „Name?" Sofort kam die stets richtige
Antwort. Auch die Uebertragung meiner eignen Karte
geschah prompt. — Ich weiss nicht, wohin sich die Zanci^s
von Berlin aus gewandt haben. Sollten sie noch anderswo
in unserem Vaterlande auftreten, so dürfte es gut sein,
wenn sich geeignete, in derartigen Untersuchungen erfahrene
Forscher mit diesen ausserordentlichen Persönlichkeiten
noch näher befassen wollten. Nebenbei: Mr. Z. hat bei mir
persönlich einen guten Bindruck hinterlassen.4

Spiritistische» aus Belgien.*)

Wie tief in der Menschenseele der Wunsch, das irdische
Dasein zu überdauern, die Sehnsucht nach ewigem,
bewusstem Fortleben des Geistes wurzelt, und wie stark
das Verlangen ist, bejahend überzeugende, greifbare Beweise
dafür zu erlangen, bezeugt die unvermindert starke
Anhängerschaft und Pflege des Spiritismus in allen Ländern
okzidentaler Kultur und das sich in intellektuellen Kreisen
überall bekundende begierige Interesse für „übersinnliche"
Vorgänge. Obgleich auch in dem stark nationalistischen
Belgien, wie in Deutschland, die in spiritistischen Zirkeln
anscheinend durch die Fluidumkräfte der Medien hervorgerufenen
Erscheinungen abgeschiedener Geister öffentlich
die Lacher und Spötter gegen sich haben, so hindert das
doch — im Gegensatz zu Deutschland — selbst die grossen
Brüsseler und Antwerpener Tageszeitungen nicht, sich ernsthaft
und eingehend mit spiritistischen Angelegenheiten zu
befassen. Das ist auch augenblicklich wieder der Fall,
nachdem das berühmte amerikanische Medium Mr. Miller in
einer Versammlung von Mitgliedern der zahlreichen psychischen
Studienklubs des Landes seine erstaunlichen, schon
in Paris von vielen Köpfen und Federn kommentierten
Materialisationen aus dem Jenseits wiederholt hat. Die
Schilderungen der als Gäste geladenen Journalisten von
dem, was sie gesehen und gehört, sind von bemerkenswerter,
fast wissenschaftlich objektiver Gründlichkeit und ergänzen
einander zu einem sehr genauen Gesamtbilde der Vorgänge.
Was hieran interessant erscheint, sind nicht die Offen-

*) Wir entlehnen diesen für unsere Leser wertvollen Bericht
eines Wicht-Spiritisten — des ständigen Korrespondenten vom „Berliner
Lokal-Anzeiger* (dat. Brüssel, im Oktober) — der Nr. 532
(6. Beiblatt vom 18. X. er.) dieses Weltblatts. — Red.


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