Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Bibliothek, Frei122-Z5
Aksakov, Aleksandr N. [Begr.]
Psychische Studien: monatliche Zeitschrift vorzüglich der Untersuchung der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens
35. Jahrgang.1908
Seite: 667
(PDF, 215 MB)
Bibliographische Information
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Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie

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Spiritistisches aus Belgien. 667

gleichem Moment, nicht eine Sekunde später, das Medium
Miller wie ein aus einem schweren, unbesinnlichen Schlafe
Erwachender erscheint Man dreht die Beleuchtung an,
man beglückwünscht das Medium, während die Journalisten
ihre argwöhnisch prüfenden Blicke in alle Ecken senden.
— Nichts, keine Spur von einer Helferin, von irgendwelchem
Projektionsapparat, dem die Erscheinungen hätten entstammen
können; nichts als der leere Raum mit verschlossener
Tür, mit den beiden schwarzen Vorhängen und
den Stühlen, auf denen man sass. Uebrigens hat sich
Miller in Paris auch der allergenauesten körperlichen Untersuchung
unterworfen vor einer Sitzung, in der fast genau
das Nämliche sich zutrug. Gibt es also wirklich die gewissen
„Dinge zwischen Himmel und Erde"? Die skeptischen
Berichterstatter des „Soir", des „Petit Bleu", des
„Matin d*Anvers" zucken die Achseln: sie sind nicht überzeugt
worden; aber sie gestehen, dass sie nichts entdecken
konnten, woran sich auch nur der Versuch einer Erklärung
der Phänomene knüpfen Hesse. Jedoch, immer noch wartet
die „Chambre Syndicale des prestidigitateurs" in Paris vergeblich
darauf, dass Miller oder die Eusapia Palladino oder
irgendein anderes Medium ihrer Einladung folgte, unter der
Ueberwachung einiger ihrer Mitglieder sich zu produzieren.

Kurze Notizen.

a) Erfolge der Wünschelrute. Landrat
Freiherr von Uslar hat mit dem Reichspostdampfer
„Bürgermeister44 am 22. August er. von Swakopmund
aus die Heimreise angetreten, nachdem er, einem Rufe
des damaligen Gouverneurs von Lindequist folgend, länger
als 2 Jahre lang sich der Wassererschliessung des Landes
mittels der vielgeschmähten Wünschelrute gewidmet hat.
„Wohl niemand — so schrieben die „Windhuker Nachrichten44
(Nr. 66 vom 19, Aug.) — selbst auch diejenigen
nicht, welche dem merkwürdigen Problem der Wünschelrute
gegenüber vorurteilsfrei sind, hatte damals voraus gesehen
, dass die Erfolge des Freiherrn v. U. derartige sein
würden, wie wir sie erfahren haben, dass dieser Mann mit
seiner heute noch rätselhaften Gabe einer der grössten
Kulturbringer und Wohltäter unsres so trockenen Landes
werden würde, in dem man erst so recht die Wahrheit des
Pindar'schen Wortes: „Das Beste ist doch das Wassel?I"
schätzen lernt. In einem Alter, in welchem andere bereits
sich vom Kampfe des Lebens zurückgezogen haben und
den Rest ihrer alten Tage in Ruhe verbringen wollen, hat


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