Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Bibliothek, Frei122-Z5
Aksakov, Aleksandr N. [Begr.]
Psychische Studien: monatliche Zeitschrift vorzüglich der Untersuchung der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens
35. Jahrgang.1908
Seite: 740
(PDF, 215 MB)
Bibliographische Information
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740 Psych. Studien. XXXV. Jahrg. 12. Heft. (Dezember 1908.)

fernung auch nicht annäherungs- und schätzungsweise etwas
aussagen können, sind wir bei unserer Betrachtung allein
auf die erste, die optische Komponente, den Gesichtswinkel
oder, was dasselbe besagt, die Netzhautbildgrösse angewiesen
. Und unter diesen Uniständen ist ein Lichtkreis von
31 Minuten in dem Gesichtsfeld von 50 bis 90 Grad jedenfalls
nicht sehr gross. Bs liegt hier der in der uns umgebenden
Natur einzig dastehende Fall eines entfern-
ungslosen Sehens vor: alle anderen Objekte können
wir nicht ohne eine bestimmte Entfernung sehen, den Mond
allein können wir nicht mit einer bestimmten Entfernung
sehen. In dem Augenblicke aber, wo er in den Horizontstreif
des Himmels eintritt und an dessen irdischen Eigenschaften
teilnimmt, tritt auf einmal auch eine Entfernungskomponente
mit in den Gesichtseindruck ein; und
da die Entfernung am Horizonte unter allen Umständen
sehr weit ist, wird ein Lichtkreis von 31 Minuten Durchmesser
dort für enorm gross gehalten» Mit dieser Auf-
fassungsweise lassen sich die Fragen, die bei den früheren
Theorien unerklärt bleiben mussten, ohne Schwierigkeiten
lösen«

/) Vom Instinkt der Tiere berichtete die
„Deutsche Tageszeitung" (Nr. 130 v. J.) aus Kiel einen
sehr merkwürdigen Fall, wie folgt: „Als am Donnerstag
Abend kurz vor dem Hauseinsturz in der Ringstrasse das
Fuhrwerk eines in der Nähe der Unfallstelle wohnenden
Schlachtermeisters vom Schlachthof kam, blieb das Pferd
plötzlich stehen und drängte den Wagen rückwärts. Während
der Führer des Geschirrs, der ebensowenig wie die
Insassen von der drohenden Gefahr etwas gemerkt hatte,
sich noch abmühte, das Tier zum Weitergehen zu bewegen
, stürzte plötzlich etwa 20 Schritt vor dem Wagen
der fünfstöckige Neubau mit donnerartigem Getöse zusammen
, mehr als die halbe Strassenbreite mit seinen
Trümmern bedeckend."

g) Gebackene Zöpfe und Armbänder als
Seelen speise. Im „Archiv für Anthropologie*4 hat Dr.
A. Höfler den Nachweis versucht, dass Zopfgebäcke und
Bretzeln in engstem Zusammenhang mit urzeitlichem
Seelenkult stehen. Die Zopfgebäcke kennt man unter
den Namen Zipfchen, Zupfen, Züpfen, Zöpfl, Semmelzopf
usw., ohne zu ahnen, dass sie an die barbarischen Zeiten
erinnern, wo man die Zopfträgerinnen und Sklaven dem
toten Gebieter ins Grab oder auf den Scheiterhaufen
folgen liess. Auch Arm-, Bein- und Halsringe aus
Bronce gab man der toten Seele ins Jenseits mit, Arm-


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