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248 iVvchLschi JMiuhen. XLV11 i. Jabttx. 4.-5. Heil. (Apnl-Alai 1921.)
kannten Pariser Seherin do Thebes, welche diese in ihr««
Almanarhen veröffentlicht hat und von denen einige von Dr. von
Schrenz-Notzing in den Ps. St. 45. Jahrg. (November 1918) 11. H.
p. 485 If. wiedergegeben sind; sie im gen hier deshalb noch •*»•-
wähnt werden, weil sie uns noch mehr als die eben erwähnten
Voraussagen einen Anhaltspunkt für die Krage geben, wie solche
Angaben entstanden sind. Leider fehlen uns gerade hier zur
Vergieiehung die sonstigen Veröffentlichungen ähnlicher Art, Ja
'iem Berichterstatter nur drei (1904, 1905 und 191H) 'ur Verfügung
gestanden haben. Aus dem Almanach \on 1905: Rußland
führt Europa auf das Schlachtfeld, Frankreich folgt zögernd, im
äußersten Orient wird Blut fließen. Schwerwiegende Ereignisse
in Österreich und av.f dem Ralkrm. Belgien wir! iranz Europa in
Flammen setzen und isi zum Tode verurteilt. Aus d'mi Almanach
von 1913: In den Händen vornehmer Italiener sieht s"e Zeichen
des Krieges (wenn es dam komm*, hat ihn Deutschland gewollt;
für eine Französin damals sehr natürlichf): l ach dem Kriege4
wird weder PreulWi noch die Hohenzollern ihre Stellung behalten
Deutschland ist auf Abwegen und wird sich infolge de"
preußischen Unteinehmungslust erst dann harmonisch entfalten,
wenn Preußen in die natürlichen Grenzen de* kleinen Staates
zurückgewiesen ist (der Haß dfr Franzosen richtete sich auch
während des Weltkrieges hauptsächlich gegen die Preußen, wi^
1870). fn Österreich sieht die Seherin tiefe Umwälzungen, Wi°n
wird Berlin im Stiche lassen. In Belgien entsteht eine Spannung
durch Rivalität der Rassen, die gewaltsam gelrsl wird. Englands
ZukunÜ sieht sie nicht friedlich (an anderer Stelle sagt sie, daß
es uugeschwucht die Stunde des Krieges auf dem Meere überstehen
wird, Ps. St 39, Jahrg. [1912], H. 12, p. 762 ff.); ein Teil
des Landes (Irland?) wird sich gegen den anderen erhebeu. fn
Rußland sind ihr neue Erhebungen wahrscheinlich, in Frankreich
entsteht zwischen dem 21. März 1913 und 20. März 1914 (es liegen
hier wohl astrologische Berechnungen zugrunde) eine neue Ära.
die Unruhe, Angst und Freude mit sich bringt. Unerhörte Umstände
wrerden es ermöglichen, daß die Menschen ihre höchste
Lebensenergie und Leistungsfähigkeit aufbieten. Deutschland
gerät durch große Konflikte In Europa in eine schwierige Lage,
königlichen und fürstlichen Familien stehen tragische Schicksale
bevor. In Österreich ist die Feindschaft (d. h wohl der offene
Ausbruch) zwischen Slawen und Germanen nahe. Der. welcher
regieren sollte, wird nicht regieren, dafür ein junger Mann, dem
eigentlich die Regierung nicht bestimm! war. In Belgien sieht
die Seherin Brüssel von Feuer bedroht und Trauer im Königs-
hause. Für England ist die Stunde der Seekämpfe gekommen,
das Drama nimmt 1913 seinen Anfang. In Rußland entsteht nach
einiger Zeit der Ruhe ein Gewitter, aus dem ein endliches F]r-
wachen hervorgeht, vorher gewaltige imiere und äußere Kämpfe.
Die Erlösung kommt von einer Seite, \on der die Russen es nicht
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